Verlegerfront gegen Öffis in Deutschland wäch...
 

Verlegerfront gegen Öffis in Deutschland wächst

Der "Münchner Erklärung" haben sich mittleweile 55 Verleger angeschlossen .

Deutschlands Verleger tun sich zusammen, um geschlossen gegen die Internet-Bestrebungen von ARD und ZDF aufzumarschieren. Die letzte Woche wurde zu diesem Zweck die "Münchner Erklärung" herausgegeben mit der Unterschrift von acht großen deutschen Verlegern plus dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Mittlerweile hat sich eine Heerschaar von Verlagen angeschlossen, in Summe 55 - wie der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) berichtet. „Die starke Resonanz quer durch die gesamte Verlagsbranche ist Ausdruck tiefer Besorgnis über die Gefahren, die von einer ungebremsten Ausbreitung öffentlich-rechtlicher Presse für die privatwirtschaftlich organisierten Publikums- und Fachverlage ausgehen“, erklärt Wolfgang Fürstner, Geschäftsführer des VDZ.




In der "Münchner Erklärung" wird die Begrenzung der öffentlich-rechtlichen Angebote im Internet auf Bewegtbild und Audio gefordert sowie der Verzicht jeglicher Werbung oder kommerzieller Finanzierung - ein geschlossenes Committment für die bevorstehenden Beschlüsse zum 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrages, die im Oktober beschlossen werden sollen.

„Mit den Formulierungen des derzeitigen Entwurfs wird es nicht gelingen, das Expansionsstreben der öffentlich-rechtlichen Sender in geordnete Bahnen zu lenken“, schreiben die Verfasser.
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