Verkauf der Lebensmittelkette Plus stockt
 

Verkauf der Lebensmittelkette Plus stockt

Bis jetzt nur Spekulationen rund um den Verkauf von Plus/Zielpunkt in Österreich durch Tengelmann, berichtet der Branchendienst intern.

Während zumindest klar ist, dass die Rewe Group Austria die Fusionsabsicht mit der Adeg AG – bekanntlich will Rewe 75 Prozent der Adeg – bei der Brüsseler Wettbewerbsbehörde einbringen wird, gibt es rund um die Verkaufsabsichten der Tengelmann-Unternehmensgruppe hinsichtlich von Plus/Zielpunkt in Österreich nur Spekulationen. Noch vor Weihnachten wurden die Gespräche mit Spar Österreich dem Vernehmen nach abgebrochen und bis heute noch nicht wieder aufgenommen. Grund dafür ist der Kaufpreis, der mit hundert Millionen Euro für das Gesamt-paket kolportiert wird, was von der Spar angeblich als überzogen betrachtet wird.
Seit Tengelmann den Verkauf seiner Diskontlinie in Österreich zum Thema gemacht hat, ist auch wieder von Mag. Martin Lenz, ehemaliger Vorstand der Rewe Group Austria, die Rede. Ihm wird, gemeinsam mit Thomas Scheiner, mit dem er die Investmentfirma Spot Beteiligungen GmbH gegründet hat, ebenfalls Kaufinteresse nachgesagt. Ein Szenario, in dem sich die beiden mit Spar das Plus-/Zielpunkt-Paket teilen könnten, geistert derzeit durch die Branche. Seitens Spar wird die Causa nicht kommentiert. Und nach wie vor ist offen, ob Tengelmann Plus/Zielpunkt überhaupt tatsächlich verkaufen wird, wie Firmenchef Karl-Erivan W. Haub schon vor Monaten in den Raum gestellt hat. Allerdings scheint Vieles für den Abschied aus Österreich zu sprechen. Denn schon vor dem Verkauf von Plus in Deutschland an die Edeka zog sich Haub aus Spanien zurück, verkaufte vor wenigen Wochen seine Läden in Polen und Portugal und trennte sich erst vor wenigen Tagen vom Griechenland-Geschäft. Neben Österreich sind somit noch Rumänien, Tschechien und Ungarn im Tengelmann-Portfolio, berichtet die jüngste Ausgabe des Branchendienst intern.

(cd)

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