Verhandlungsbereit: GPA und Verleger
 

Verhandlungsbereit: GPA und Verleger

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Die Gewerkschaft bekräftigt, weiter verhandeln zu wollen - Terminvorschläge an Verleger - VÖZ reagiert schriftlich

Und sie bewegen sich doch: Sowohl der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) als auch die Journalistengewerkschaft haben ihre Verhandlungsbereitschaft zum Journalisten-KV bekräftigt. Am Dienstag hatte dies der VÖZ in einem Schreiben an die Gewerkschaft kundgetan, diese verfasste am Donnerstag - einen Tag nach ihrem Präsidium - eine Presseaussendung, in der die Gesprächsbereitschaft unterstrichen wurde. Man werde mit Terminvorschlägen an den VÖZ herantreten.

Die Journalistengewerkschaft begrüße es, "dass sich der VÖZ wieder zu einer konstruktiven Rolle in sozialpartnerschaftlicher Tradition bekennt", heißt es in der Aussendung. "An unserem Ziel, einen Kollektivvertrag abzuschließen, der faire Arbeitsbedingungen für die gesamte Branche, insbesondere auch für freie MitarbeiterInnen und für Online-RedakteurInnen garantiert, und der Umgehungsstrukturen jedweder Art unmöglich macht, hat sich selbstverständlich nichts geändert", betonte der Vorsitzende der Journalistengewerkschaft, Franz C. Bauer.

VÖZ reagiert schriftlich

Der VÖZ reagierte auf die Äußerungen der Gewerkschaft am Donnerstag wiederum schriftlich. "Auch wir freuen uns, dass die GPA-djp durch Ihr Schreiben unsere Position bestätigt und zur Kenntnis nimmt und bereit ist, auf Basis der zum 12. Juni 2012 bereits einvernehmlich akkordierten Ergebnisse an den Verhandlungstisch zurückzukehren", heißt es in einem Antwortbrief von VÖZ-Präsident Hans Gasser und VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger, der HORIZONT online vorliegt. Man sehe einer Terminvereinbarung "auf Ihre Initiative hin freudig entgegen".

Keine Einigung bei zweitem Quinquennium

 Die Verleger wollen die Gespräche auf Grundlage der aus ihrer Sicht bereits akkordierten Ergebnisse weiterführen. Die Gewerkschaft bestreitet allerdings, dass es akkordierte Ergebnisse zum Thema Tarifgehälter gibt und will die Tarifstruktur noch einmal diskutiert wissen. Daran scheiterten die Verhandlungen zuletzt. Auch aus Sicht der Arbeitgeber gibt es noch offene Punkte, die meisten davon betreffen die Regelungen für neueintretende Dienstnehmer. Keine Einigung gibt es bisher auf die Höhe des zweiten Quinquenniums, das laut VÖZ bei acht - laut Gewerkschaft bei zehn Prozent liegen soll.

Geht es nach den Arbeitnehmern sollen Überstundenpauschalen bei den Sonderzahlungen berücksichtigt werden, die Verleger wollen dies nicht. Dissens gibt es unter anderem auch bei der Kündigungsfrist, den Urlaubsansprüchen und der Gerätepauschale. Endgültig festgesetzt werden müssen auch noch die Tarifgehälter für Neueinsteiger - laut VÖZ auf Basis der am 12. Juni ausgetauschten Positionen. Offen sind unter anderem auch noch die Übergangsbestimmungen für bestehende Dienstnehmer.
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