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Verfolgte Journalisten erhalten Internationalen Pressefreiheits-Preis

Auszeichnungen für Medienleute aus Vietnam, Ecuador, Türkei und Ägypten

Vier Journalisten aus aller Welt, die für ihre Arbeit in ihrer Heimat verfolgt oder eingesperrt worden sind, erhalten den Internationalen Pressefreiheits-Preis. Verliehen wird er vom Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ). Nguyen Van Hai aus Vietnam, Nedim Sener aus der Türkei, Janet Hinostroza aus Ecuador und Bassem Youssef aus Ägypten seien "mit schweren Vergeltungsmaßnahmen für ihre Arbeit konfrontiert", teilte die Journalistenorganisation mit Sitz in New York am Donnerstag (Ortszeit) mit.

Nguyen hatte in Vietnam in einem Blog unter dem Pseudonym Dieu Cay ein Gegengewicht zu den den staatlich kontrollierten Medien geschaffen und über Menschenrechtsverletzungen in dem Land berichtet. Wegen staatsfeindlicher Propaganda wurde er zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt.

Sener, der investigativ für die türkische Tageszeitung "Posta" arbeitete und kritisch über die Regierung berichtete, könnte für 15 Jahre hinter Gitter gehen. Ihm werden Terrorismus und die Beihilfe zur Vorbereitung eines Putsches vorgeworfen.

Verfahren laufen auch gegen Youssef, der in Ägypten eine satirische Nachrichtensendung betreibt. Die ecuadorianische Fernsehreporterin Hinostroza musste ihre Sendung auf Teleamazonas einstellen, nachdem sie Drohungen wegen ihrer Berichte über Korruption bei der Polizei, Menschen- und Waffenhandel erhalten hatte.

(APA/dpa)
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