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Förderpreis Medienforschung vergeben

Katharina Schiffl
Thomas Rathgeb und Matthias Tratz (v.l.) bei der Preisverleihung
Thomas Rathgeb und Matthias Tratz (v.l.) bei der Preisverleihung

Der VÖZ hat gestern den Förderpreis Medienforschung 2021 an Esther Greussing und Matthias Tratz vergeben. Mit dem Hannes-Haas-Nachwuchspreis wurde Thomas Rathgeb ausgezeichnet.

Die Fachjury des Förderpreises Medienforschung unter dem Vorsitz von Matthias Karmasin entschied sich in der Kategorie "Dissertationen" für die Arbeit "Looking, clicking, learning? Knowledge effects of textual, visual and interactive elements in science-related online news." von Esther Greussing, die sie am Publizistik-Institut der Universität Wien verfasst hat. In der Kategorie "Masterarbeiten" wurde der Preis an Matthias Tratz für seine Arbeit zur "Künstlichen Intelligenz als Wegbereiter für die Automatisierung von Datenvisualisierungen. Potentiale und Hindernisse – eine empirische Analyse." an der Universität Salzburg vergeben.

Der Hannes-Haas-Nachwuchspreises wird gemeinsam vom VÖZ, der (APA) und der Initiative Qualität im Journalismus (IQ) an Arbeiten vergeben, die sich mit der gesellschaftlichen Bedeutung und Verantwortung des Journalismus auseinandersetzen. Die Fachjury entschied sich 2021 für die Masterarbeit "Journalistische Recherche backstage: Eine netzwerkanalytische Untersuchung informeller Beziehungen zwischen Politikjournalist:innen und politischen Akteuren in Österreich" von Thomas Rathgeb. Die Übergabe der Preise fand im Bildungsministerium gemeinsam mit Bildungsminister Martin Polaschek statt. In seiner Begrüßung thematisierte der Minister die Bedeutung von Medienforschung in Zeiten von großer Wissenschaftsskepsis und Demokratiefeindlichkeit in Österreich.

Neuausrichtung

I
m Zuge der Verleihung präsentierte der Juryvorsitzende Matthias Karmasin die Erweiterung des Preises ab dem nächsten Jahr. "Journalist:innen spielen eine wichtige Rolle, wenn es um die Vermittlung von komplexen wissenschaftlichen Themen für eine breite Öffentlichkeit geht", betonte Karmasin. Mit dem Förderpreis Wissenschaft und Medien wird der VÖZ daher zusätzlich einen Preis für Wissenschaftsjournalismus für einen journalistischen Text-, Video- oder Podcastbeitrag vergeben, der in einem österreichischen Medium (Print oder Digital) erschienen ist und ein aktuelles wissenschaftliches Thema auch für nichtwissenschaftliches Publikum verständlich aufbereitet.

Mit dieser Neuausrichtung will der VÖZ Wissenschaftsjournalist:innen vor den Vorhang holen, die mit ihren Leistungen ein besseres Verständnis komplexer wissenschaftlicher Sachverhalte fördern und damit einen Beitrag im Kampf gegen Wissenschaftsskepsis leisten. Die Vergabe dieser Auszeichnung erfolgt auf Vorschlag von Wissenschafter:innen sowie durch die Jurymitglieder des Förderpreises.
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