Verbaler Schlagabtausch Weis-Dasch
 

Verbaler Schlagabtausch Weis-Dasch

Die Pressekonferenz des Markenartikelverbandes nutzten ORF-Generalintendant Gerhard Weis und Verleger-Präsident Dr. Max Dasch zu einem kleinen verbalen Schlagabtausch über Werbegelder.

Der vorliegend Begutachtungsentwurf zum neuen ORF-Gesetz könnte nach ORF-Generalintendant Gerhard Weis für sein Unternehmen "eine substanzielle Wendung zum Schlechteren bringen". Weis nutzte die Pressekonferenz des Markenartikelverbandes zum fünfjährigen Bestehen der Marken-Kampagne, zu einer umfassenden Stellungnahme zum Entwurf für das neue ORF-Gesetz. Während durch neue Gesetz, sollte der Entwurf tatsächlich umgesetzt werden, den ORF und dessen "Bedeutung als Werbeträger für die österreichische Wirtschaft entscheidend schwächen" würde, so "besonders irritierend daran, dass von all diesen Maßnahmen inländische Mitbewerber gar keinen Nutzen haben werden".

Werbegelder, die der ORF dann nicht mehr lukrieren könnte, würden weder zu den "Printmedien, die traditionell um ihre Inserateneinahmen fürchten" umgeschichtet werden, noch zu privaten österreichischen Radio- oder Fernsehsendern abfließen. Weis: "Die Werbegelder gehen mit Sicherheit dorthin, wo die werbenden Unternehmen die beste Kosten-Nutzen-Relation sehen, und das sind im Bedarfsfall die Werbefenster der deutschen Mitbewerber. Sonderwerbeformen seien keine Erfindung des ORF, sondern hätten sich aufgrund der Bedürfnisse der Wirtschaft in den vergangenen Jahren in allen Medien zusätzlich zu den klassischen Werbeformen entwickelt.



"Wir sollen dem ORF keine Werbung wegnehmen", meint Verleger-Präsident Dr. Max. Dasch, "aber wir wollen Wildwüchse vermeiden". Was Weis zu der Replik veranlasst, der "VÖZ sollte darauf verzichten, den ORF disziplinieren zu wollen". Zuvor hatte Dasch bereits das Niveau der aktuellen medienpolitischen Diskussion in Österreich beklagt. (as)

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