Verbände begehen Tag der Pressefreiheit
 

Verbände begehen Tag der Pressefreiheit

Weltweit wird heute der Internationale Tag der Pressefreiheit begangen.

"Im letzten Jahrzehnt sind über 500 Journalisten ermordet worden", zog der Generaldirektor des Weltverbands der Zeitungen (WAN), Timothy Balding, eine traurige Bilanz anlässlich des jedes Jahr am 3. Mai begangenen Tages der Pressefreiheit. Dabei sei nach Angaben des in Wien ansässigen International Press Institute (IPI) 2004 eines der schlimmsten Jahre gewesen: 78 getötete Journalisten zählte das IPI im Vorjahr, Reporter ohne Grenzen (RSF) meldete 53 getötete Medienvertreter in 2004, laut dem Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) wurden im vergangenen Jahr 56 Medienschaffende getötet. In noch höheren Dimensionen bewegen sich die Angaben der journalistischen Verbände, wenn es gilt, inhaftierte Medienvertreter zu zählen - die Berechnungen der Organisationen variieren aufgrund unterschiedlicher Methoden. Als gefährlichster Ort für journalistische Berichterstattung gilt nach wie vor der Irak: Ein "neues Phänomen der Bedrohung" seien da die Geiselnahmen geworden, warnte Gabriele Esching, Generalsekretärin der Österreichischen UNESCO-Kommission. Und: In "mehr als zwei Drittel" der Morde an Journalisten werde nie jemand vor Gericht gestellt oder verurteilt, betont der Weltverband der Zeitungen. Der heurige Welttag der Pressefreiheit steht daher unter dem Motto "Morde ohne Sühne – Mörder ohne Strafe".

Der Internationale Tag der Pressefreiheit wurde 1991 von der UNO-Vollversammlung ausgerufen und wird immer am 3. Mai begangen, um an die an diesem Tag von der UNESCO verabschiedete "Erklärung von Windhuk" zu erinnern. Diese besagt, dass jeder Journalist der Welt das Recht haben muss, frei und ohne Angst zu berichten.

(jed)

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