Vatikanzeitung veröffentlicht monatlich Fraue...
 

Vatikanzeitung veröffentlicht monatlich Frauenbeilage

Frauen im Dienste der Weltkirche werden vorgestellt

Die vatikanische Tageszeitung "L'Osservatore Romano" will verstärkt auf Frauen setzen. Seit Jahresbeginn veröffentlicht das Sprachrohr des Vatikans monatlich die Frauenbeilage "Donne, Chiesa, Mondo" (Frauen, Kirche, Welt), die man auch mit einem Jahres-Abo erhalten kann. Darin werden vor allem Frauen im Dienste der Weltkirche vorgestellt.

Heilige des Monats

In der Titel-Geschichte geht es immer um eine Frau in einer wichtigen kirchlichen Position, die aber noch wenig bekannt ist. Auch Themen wie Fortpflanzung, Zugang zu Kultur und Emanzipation oder fehlende Betreuungsplätze für Kinder werden beleuchtet. Vorgestellt wird hinzu eine Heilige des Monats, sowie Kinokritiken und in jeder Ausgabe ein kurzer Romanauszug.

Verantwortlich für die Frauenbeilage zeichnet Lucetta Scaraffia, Journalistin und Dozentin für Zeitgeschichte an der staatlichen römischen Universität "Sapienza". Benedikt XVI. habe den Direktor des Osservatore Romano, Giovanni Maria Vian, ausdrücklich darum gebeten, Frauen im Blatt schreiben zu lassen, sagte Scaraffia. Den Frauen der Kirche eine Stimme zu geben, das sei erklärtes Ziel der neuen Medien-Initiative. "Denn innerhalb wie außerhalb wird die weibliche Seite der Kirche immer noch viel zu oft übersehen", sagte Lucetta.

Mitteilungsorgan des Papstes

Der 1861 von zwei italienischen Journalisten gegründete "Osservatore Romano" ist seit 1885 das Mitteilungsorgan des Papstes. Zusätzlich zur italienischen Tagesausgabe erscheint er mittlerweile auch in sechs weiteren Sprachen jeweils wöchentlich, seit 1971 auch auf Deutsch. Die Gesamtauflage beträgt rund 100.000 Exemplare.

Die deutschsprachige "Osservatore"-Redaktion wird seit dem Frühjahr 2008 von der Österreicherin Astrid Haas geleitet. Haas war die erste Frau in der mittlerweile 150-jährigen Geschichte des "Osservatore", die zur Chefredakteurin von einer der Ausgaben der Vatikanzeitung berufen wurde.

(APA)
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