Van der Bellen stellt sich schützend vor Jour...
 

Van der Bellen stellt sich schützend vor Journalisten

Flickr/Franz Johann Morgenbesser

Bundespräsident Alexander van der Bellen hat bei der Eröffnung der Bregenzer Festspiele eine Lanze für die Presse- und Medienfreiheit gebrochen und der FPÖ einen Seitenhieb erteilt.

In unserer liberalen Demokratie brauche es Journalisten, die Ungereimheiten aufdecken, kritisieren, Zusammenhänge beschreiben und dem Wahrheitsgehalt von Gerüchten nachgehen, sagte Van der Bellen. "Stichhaltige Gerüchte gibt es nicht, behaupte ich", meinte Österreichs Bundespräsident in Anspielung auf FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus, der in der Vergangenheit von "stichhaltigen Gerüchten" gesprochen hatte, wonach der US-Milliardär George Soros die gesellschaftliche Struktur Europas durch die Massenzuwanderung von Migranten verändern wolle.

Die Regierung zu loben sei hingegen ganz bestimmt nicht Aufgabe der Journalisten. "Schon gar nicht den Bundespräsidenten hochzujubeln. Wenn's passiert, ok", so Van der Bellen.

"Die Freiheit der Kunst, die Presse- und Medienfreiheit, die Grund und Freiheitsrechte jedes einzelnen in unseren liberalen westlichen Gesellschaften" seien global gesehen "seltene, rare Güter" und historisch gesehen relativ jung. "Also achten wird darauf, dass es so bleibt", schloss das Staatsoberhaupt seine Rede, bevor er die Festspiele für eröffnet erklärte.

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