US-Regierung will Microsoft nun nicht mehr ze...
 

US-Regierung will Microsoft nun nicht mehr zerschlagen

Dieser Schritt sei im Interesse der Verbraucher notwendig, so die US-Regierung in einem kurzen Statement. Nun sollen aber strenge Auflagen durchgesetzt werden.

Für alle Beteiligten überraschend hat die US-Regierung gestern in einem kurzen Statement mitgeteilt, das sie von ihre Forderung nach Zerschlagung des Software-Riesen Microsoft nun nun abrückt. Eine Aufspaltung des Unternehmens in mehrere Teile würde den Interessen der Verbraucher zuwider laufen. Darüberhinaus will die Regierung ein anderes Verfahren, das die illegale Koppelung des Internet Explorers mit den beiden Windows-Versionen 95 und 98 zum Gegenstand hat, völlig fallen lassen.


Die Kläger (Die US-Regierung und 20 Bundesstaaten) fordern jedoch nun die Einhaltung der Auflagen, die schon Richter Thomas Penfield Jachson bei seiner Entscheidung vom Juni letzten Jahres als vorläufige Maßnahmen vorgeschlagen hat: Teile des Quellcodes von Windows sollen öffentlich zugänglich und die Lizenzbedingungen für das Betriebssystem sollen für alle PC-Hersteller gleich sein, die PC-Hersteller sollen auch die Windows-Arbeitsoberfläche abändern und ungestraft Konkurrenzprodukte verwenden dürfen.


Beobachter werten diesen Schritt als Anzeichen für eine außergerichtliche Einigung im laufenden Kartellverfahren. Das zuständige US-Gericht tritt erst am 21. September für eine Anhörung zusammen.

(rs)

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