Urteil gegen Reuters-Journalisten in Myanmar ...
 

Urteil gegen Reuters-Journalisten in Myanmar in einer Woche

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Kommenden Montag soll es in dem Verfahren ein Urteil geben.
Kommenden Montag soll es in dem Verfahren ein Urteil geben.

Die Staatsanwaltschaft wirft zwei Reportern vor, sich illegal geheime staatliche Dokumente beschafft zu haben. Heftige Kritik an Myamar und Vorgehen des Militärs.

Im Prozess gegen zwei inhaftierte Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters in Myanmar will das Gericht in einer Woche das Urteil verkünden. Dies gab der Vorsitzende Richter in der ehemaligen Hauptstadt Rangun bekannt. Die beiden Reporter Wa Lone (31) und Kyaw Soe Oo (28) stammen selbst aus Myanmar. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, sich illegal geheime staatliche Dokumente beschafft zu haben. Bei einer Verurteilung drohen ihnen bis zu 14 Jahre Haft.

International gibt es an dem Verfahren viel Kritik. Die beiden Reuters-Journalisten hatten über die Verfolgung von Muslimen in Myanmar (Burma) recherchiert, insbesondere über die Hinrichtung von zehn Männern. Daraufhin wurden sie im Dezember 2017 festgenommen. Wa Lone beteuerte am Montag vor Gericht nochmals seine Unschuld. Zahlreiche Medien und Journalistenvereinigungen haben die Freilassung der beiden gefordert.

International gibt es am Vorgehen von Myanmar und seiner Regierungschefin, Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, heftige Kritik. Auch die Vorgehensweise des Militärs gegen Muslime im mehrheitlich buddhistischen Land sorgt international für Kritik. Aus Furcht vor Verfolgung sind in den vergangenen zwölf Monaten etwa 700.000 Muslime in den muslimischen Nachbarstaat Bangladesch geflohen.

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