UPC erwirkt Verfügung gegen A1
 

UPC erwirkt Verfügung gegen A1

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A1 Vergleichswerbung wird durch Handelsgericht Wien untersagt

Wie HORIZONT online berichtete, schaltete A1 in den vergangenen Wochen eine Vergleichswerbung mit den Worten "Als langjähriger UPC-Kunde zahlen Sie vielleicht zu viel". Dies ließ UPC nicht auf sich sitzen und brachte eine Unterlassungsklage ein, die laut einer Aussendung nun vom Handelsgericht Wien bestätigt wurde: "Das Gericht erließ eine einstweilige Verfügung gegen A1, die feststellt, dass die Werbung von A1 eine nicht zulässige Vergleichswerbung darstellt und zu unterlassen ist".

Thomas Hintze, Vorsitzender der Geschäftsführung von UPC Austria: "Das Handelsgericht gibt uns Recht. Vergleichende Werbung muss richtig sein. Die Art und Weise, wie A1 hier Kunden in die Irre geführt hat, zeigt, was von den Werbeaussagen von A1 zu halten ist."

Unterschiedliche Produktpakete verglichen

In der Begründung der einstweiligen Verfügung hält das Handelsgericht Wien laut UPC fest, dass die Werbung nicht in entsprechender Weise darstellt, dass es sich bei dem UPC-Paket um ein Triple-Play-Produkt handelt (Internet, TV und Festnetztelefonie). Jenes von A1 sei lediglich ein Twin-Produkt (Internet und TV). Dem Kunden werde vorgemacht zu glauben, dass das A1 Paket günstiger wäre als ein vergleichbares UPC Paket, während tatsächlich entsprechend vergleichbare Pakete von A1 aber deutlich teurer seien.

Auch die Werbeaussage "Als langjähriger UPC Kunde zahlen Sie vielleicht zu viel!" legt aus Sicht des Handelsgerichtes nahe, dass UPC zu hohe Preise verrechnen würde. In der einstweiligen Verfügung werde demnach festgehalten, dass dies als unsachlich und abwertend anzusehen sei. Weiters sei das A1 Paket ab dem 14. Juni beworben worden. Es werde jedoch nur im kleingedruckten Zusatztext angegeben, dass das UPC Paket mit "Stand 5/2012" als Vergleichsbasis herangezogen wurde - also zu einem Zeitpunkt, an dem das A1-Angebot noch nicht verfügbar war.
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