UPC erwirkt einstweilige Verfügung gegen Tele...
 

UPC erwirkt einstweilige Verfügung gegen Telekom

Der Multimedianetzbetreiber hat die Telekom Austria wegen irreführender Werbung geklagt.

Hoher Wellengang im österreichischen Telekommunikationsmarkt: UPC Austria hatte die Telekom Austria wegen irreführender Werbung für den Tarif aonSpeed Easy geklagt. Eine einstweilige Verfügung des Handelsgerichts Wien untersagt der Telekom Austria nun, „im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs ihre Internetzugänge mit den Worten „Surfst nix, zahlst nix“ oder in sinngleicher Weise anzukündigen und/oder zu bewerben, wenn dem Kunden in jedem Fall Kosten verrechnet werden“, teilt Multimedianetzbetreiber UPC mit. Die monatlichen Kosten für Kunden des Tarifs betragen demnach mindestens 25,98 Euro. Thomas Hintze, Vorsitzender der Geschäftsführung von UPC Austria, meint: „Für mich ist das eine Irreführung, wenn man potenzielle Kunden über die tatsächlichen Kosten in der Höhe von 25,98 Euro, die auch bei Nicht-Benutzung des Internetzugangs anfallen, im Unklaren lässt.“ Martin Bredl, Leiter der Unternehmenskommunikation Festnetz bei Telekom Austria, stellt in diesem Zusammenhang „von Fall zu Fall unterschiedliche Judikaturen“ fest. „Im Wettbewerbsrecht gibt es dazu eine unklare Rechtsprechung, sodass die Betreiber gegenseitig Verfahren führen. Die Telekom Austria handelt korrekt und versucht den rechtlichen Rahmen im sehr intensiven Wettbewerb auszuschöpfen“, so Bredl gegenüber horizont.at.

(jm)

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