Unternehmensmagazine auf dem Vormarsch
 

Unternehmensmagazine auf dem Vormarsch

Eine aktuelle Umfrage der Initiative Industriekultur bestätigt Erfolg der Kundenzeitschrift

Special Interest Medien und Kundenzeitschriften erfreuen sich zunehmend hohen Interesses. Das unterstreicht eine aktuelle Umfrage der Initiative Industriekultur bei 600 Unternehmen in Deutschland. Wer bereits eine Kundenzeitschrift herausgibt, ist mit dem Erfolg zufrieden und führt diese weiter. Unternehmen, die bisher noch nicht über ein solches Medium verfügen, beschäftigen sich mit der Idee oder planen die Herausgabe.

Maßgebliche Erfolgskriterien und Motive für die Herausgabe einer eigenen Zeitschrift sind: die Akzeptanz und Anerkennung der Leser, der dadurch erzielte hohe Imagegewinn für das Unternehmen, die Positionierung von Themenkompetenz und der kostengünstige Kontakte mit wichtigen Zielgruppen.



Die Printausgabe behauptet sich bestens gegenüber dem Magazin im Internet. 76 Prozent der Unternehmen, die über eine eigene Kundenzeitschrift verfügen, geben diese als gedrucktes Magazin heraus, danach folgen der Newsletter (16 Prozent) und das Zeitungsformat (8 Prozent). Kundenzeitschriften sind langfristig angelegt, und selbst in Zeiten schwacher Konjunktur werden sie weitergeführt. Demzufolge bestehen 29 Prozent der Kundenzeitschriften länger als fünf Jahre und 37 Prozent sogar über zehn Jahre. 34 Prozent der befragten Unternehmen haben ihre Kundenzeitschrift erstmals während der letzten zwei Jahre aufgelegt, und zwar für lange oder unbefristete Laufzeiten.



Trotz der außerordentlichen Verbreitung elektronischer Kommunikationsmittel entscheiden sich die Unternehmen in erster Linie für Printausgaben. Die namentliche Weitergabe an ausgewählte Zielgruppen, das hohe Ansehen und die langfristige Wirksamkeit einer haptischen und anschaulichen Zeitschrift, die durchblättert, weitergereicht und gesammelt werden kann, sind hiefür die wesentlichen Argumente.



Zwei Drittel der Kundenzeitschriften erscheinen vierteljährlich oder öfter. Erstaunlich ist die hohe Auflage vieler Kundenmagazine. 39 Prozent haben eine Auflage von jeweils über 50.000 und weitere 36 Prozent über 10.000 Exemplare. Kundenmagazine sind in der Regel nicht besonders umfangreich (16 Prozent über 48 Seiten, 30 Prozent über 24 Seiten und 54 Prozent bis 24 Seiten), dafür aber in der Regel frei von werblichen Beilagen und Anzeigen.



Professionelle, journalistische Redaktion, informative Bilder und eine übersichtliche Gestaltung, die sich an den Lesegewohnheiten orientiert sowie Themenkompetenz, Aktualität und Dialogorientierung sind laut Untersuchung der Initiative Industriekultur die wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg einer guten Kundenzeitschrift. In den Unternehmen werden diese Aufgaben an erster Stelle den eigenen Fachleuten für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing zugetraut. Als externe Partner werden ebenfalls die Agenturen für Öffentlichkeitsarbeit (29 Prozent) ausgewählt. (spr)

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