Ungarn: Schwere Vorwürfe von Fidesz gegen Rep...
 

Ungarn: Schwere Vorwürfe von Fidesz gegen Reporter ohne Grenzen

Reporter ohne Grenzen

Die Partei bezeichnet RSF als "neue Pro-Einwanderungsorganisation von Soros".

Die ungarische Regierungspartei Fidesz übt Kritik nun auch an "Reporter ohne Grenzen" (RSF), wie die APA berichtet. Die Medienorganisation sei Teil des "Pro-Einwanderungs-Netzes" des ungarischstämmigen US-Milliardärs George Soros und werde von diesem finanziert, schrieb Fidesz am Samstagabend in einer Aussendung. Die Partei bezeichnete RSF konkret als "neue Pro-Einwanderungsorganisation von Soros", die versuche, "sich in die ungarischen Medienangelegenheiten und in die ungarische Politik einzumischen". RSF hatte zuvor die Übernahme des bisher regierungskritischen Senders Hir TV beanstandet.

Hir TV war vor einigen Wochen von einem langjährigen Geschäftspartner des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban übernommen worden. Laut RSF ist dies ein neuer Schritt seitens Orban und seiner Partei, die Medien des Landes unter ihre Kontrolle zu bringen. Zugleich würden ungarische Behörden die Pressefreiheit und deren Funktion als Hüterin der Demokratie zunehmend einschränken. Auf der Liste über Pressefreiheit steht Ungarn unter 180 Ländern aktuell auf dem 73. Platz.

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