Unerträglich
 

Unerträglich

red
Wir wollen die Seite 3 der „Kronen Zeitung“ nicht zeigen.
Wir wollen die Seite 3 der „Kronen Zeitung“ nicht zeigen.

"Kronen Zeitung" versetzt ihre Leser in Schockstarre

Es ist eine unfassbare Tragödie, die weder in Worten noch in Bildern darstellbar ist. 71 Personen sind bei dem Flüchtlingsdrama nahe Parndorf geborgen worden - alle tot. Verstorben in einem Kühl-LKW.

Solche Themen in Medien zu thematisieren ist eine absolute wie gleichzeitig  entsetzliche Notwendigkeit, die ein besonderes Fingerspitzengefühl verlangt. Das sollte jedem Chefredakteur einer Zeitung klar sein.

Während Café Puls reagiert und seine Geburtstagsfeier absagt und viele Zeitungen versuchen pietätvoll zu berichten, greift Österreichs reichweitenstärkstes Boulevardmedium in die allerunterste Schublade.

Eiskalter Schock erfasst den Leser, der die heutige "Kronen Zeitung" öffnet. Seite 3 ist eine Schande für dieses Medium, die ihresgleichen sucht. Wie kann man sich in der Wahl der Mittel, sprich Bilder, so unerträglich vergreifen? Tote Menschen haben in einer Zeitung, die an jedem Eck und Ende dieses Landes zu finden ist, für Kinder, Jugendliche wie Erwachsene sichtbar, nichts zu suchen. Es fehlen die Worte. Dass diese Zeilen überhaupt geschrieben werden müssen, ist schmerzhaft.

Großen Anstand beweisen hingegen die "Oberösterreichischen Nachrichten", sie haben die richtigen Worte und keine Bilder gefunden "Kein Bild kann dieses Verbrechen beschreiben" so der Titel in Partezettel-Format auf Seite 1.

Das muss für die Entscheider dieser Geschichte in der "Kronen Zeitung" Konsequenzen haben.
Die Oberösterreichischen Nachrichten finden keine Worte und Bilder - zu Recht.
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Die Oberösterreichischen Nachrichten finden keine Worte und Bilder - zu Recht.
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