Umbau bei der Post
 

Umbau bei der Post

Die Österreichische Post AG schließt sieben Zustellbasen, baut 1.600 Mitarbeiter in den nächsten Jahren ab und erweitert Service-Angebot im Paketbereich.

Nach dem Verlust zweier Großkunden hat der Aufsichtsrat der Post heute auch ein Restrukturierungspaket beschlossen. Es sieht die Reduktion von sieben Paketzustellbasen und den Abbau von etwa 1.600 Mitarbeitern in den nächsten Jahren vor. Allein im kommenden Jahr sollen 800 Mitarbeiter weniger auf der Gehaltsliste stehen, ein Jahr drauf 300 weniger, so das Unternehmen. Gleichzeitig soll das B2B- und B2C-Geschäft im Paketbereich ausgebaut werden. "Es geht darum, die Post schneller zu machen", sagt Post-Generaldirektor Dr. Anton Wais am Mittwoch (12. Dezember) nach der Aufsichtsratssitzung zur Apa.

Das Betriebsergebnis (EBIT) 2008 des börsenotierten Unternehmens soll sowohl in der Division Paket & Logistik als auch im Paketgeschäft Österreich positiv sein. Das mittelfristige EBIT-Ziel im Konzern von sieben bis acht Prozent wurde bestätigt, bei der Division Paket & Logistik werden fünf Prozent angestrebt, so die Post AG.

Durch die Schließung von sieben der bisher 21 Paketzustellbasen fallen 360 Beschäftigte weg. Sie sollen zum Teil im Briefbereich untergebracht werden. Über den Gesamtzeitraum bis 2012 soll die in der Vergangenheit angekündigte Mitarbeiterreduktion von 400 pro Jahr nicht überschritten werden. Sprich nach 2009 werden dann nur mehr rund 200 Beschäftigte jährlich abgebaut, sagt Wais.

Die Services im Bereich Paket werden indes ausgebaut. So will man eine 24-Stunden-Zustellung auch im B2C-Bereich anbieten und auch Samstags- und Mehrfachzustellung soll es geben. Im Geschäftskundenpaket (B2B) will die Post ihren derzeitigen Marktanteil von fünf Prozent bis zum Jahr 2011 auf 20 Prozent steigern.

(rs)

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