UHD-Video beflügelt schnelles Breitband
 

UHD-Video beflügelt schnelles Breitband

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Symbolfoto
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Laut einer aktuellen Studie machen sich immer mehr Privathaushalte bereit für Ultra High Definition.

Ende 2016 waren in der Schweiz bereits 17 Prozent der Wohnzimmer mit einem Ultra High Definition Fernsehgerät (UHD) ausgestattet. In Österreich waren es rund 13 Prozent, in Deutschland immerhin 8 Prozent. Nach den Analysen von mediareports werden Ende 2021 rund 55 Prozent der Schweizer Haushalte über UHD-Fernsehgeräte verfügen. Österreich und Deutschland liegen mit einer Haushaltsausstattung von rund 45 Prozent etwas zurück. „Jetzt wollen die Besitzer von ultrascharfen Displays aber auch UHDInhalte“, so Jan Todt, Autor der neuen mediareports-Studie. “Am Zug sind die Content-Produzenten.“

UHD-Vorreiter sind die Anbieter von Video-on-Demand (VoD) wie Netflix und Amazon, Pay-TV-Anbieter Sky sowie die Netzbetreiber Swisscom und UPC Schweiz. Die öffentlichen Fernsehveranstalter geben sich dagegen zurückhaltend bezüglich einer Einführung von UHD. Sie verweisen auf hohe Kosten, nicht verfügbare Budgets und sehen UHD-TV erst, wenn die Ausstrahlung in der Standardauflösung (SDTV) eingestellt wurde. Auch die privaten TV-Unternehmen im Sektor Free TV zeigen sich bislang in puncto UHD wenig offensiv. Die Argumentation ähnelt der Einführungsphase von HDTV. Man verweist auf zu geringe UHD-Reichweiten, hohe Kosten für Technikinvestition, Programmproduktion, Kosten für Simulcast und nur wenig zusätzliche Werbeeinnahmen durch UHD.

Die Produktion von Kinofilmen für das Mainstream-Publikum bewegt sich jedoch deutlich in Richtung UHD. Dies schafft einen rasch anwachsenden Bestand an UHD-Material für weitere Verwertungsstufen. Auch populäre, ältere Filme werden über Video-on-Demand nachtäglich in UHD angeboten. Sehr wichtig ist darüber hinaus, dass die von den VoDAnbietern selbst produzierten Serien weiterhin in der Erfolgsspur bleiben.

Insgesamt zeigt die Analyse der Anbieterstrategien, dass die UHD-Nachfrage maßgeblich von Video-on-Demand und somit von der Online-Verbreitung getragen wird. „Dies stimuliert die Nachfrage nach sehr schnellen Breitbandanschlüssen, die deutlich mehr als 100 Mbit/s liefern“, so Studienautor Jan Todt.

[Red.]
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