Überraschende Werbeverbote im ORF-Gesetz
 

Überraschende Werbeverbote im ORF-Gesetz

Das geplante neue ORF-Gesetz wurde am Dienstag (29. Mai 2001) mit einigen Überraschungen vom Ministerrat verabschiedet.

Laut jener Fassung, die nun vom Ministerrat verabschiedet wurde, enthält das künftige ORF-Gesetz beispielsweise ein Verbot für Cross-Promotions im ORF. Verboten wären dann Ö3-Spots, außer sie laufen in den üblichen Werbeblöcken. Zudem müssen sie dann in die dem ORF zugestandene Werbezeit eingerechnet werden. ORF-Stars ist nicht nur wie bisher der Auftritt in Fernsehspots untersagt, wenn es sich um die Präsentatoren von Nachrichten und politischen Sendungen handelt, sondern künftig auch jenen, "die regelmäßig als programmgestaltende und journalistische Mitarbeiter sonstige Sendungen moderieren".



Aufrecht bleiben nach dem Regierungsbeschluss auch die Beschränkungen für die Werbung von Printtiteln im ORF. Sie dürfen künftig insgesamt nur noch zwei Minuten pro Woche beworben werden. Untersagt wird hinkünftig die Bewerbung von Inhalten. Allerdings müssen sich die Medien mit ihrer Werbung nicht nur auf den Titel beschränken, sondern dürfen auch ihre Blattlinien bewerben.



Patronanzsendungen müssen künftig nur dann nicht in die Werbezeit eingerechnet werden, wenn sie karitativen Organisationen oder "sonstigen im öffentlichen Interesse liegenden Zwecken" dienen. Neu: Auch Patronanzsendungen, die in Regionalprogrammen laufen, müssen gewichtet in die nationale Werbezeit eingerechnet werden. Ersatzlos gestrichen werden die Belangsendungen. (as)

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