Über 3.500 Unterstützer für Frauenquote in Me...
 

Über 3.500 Unterstützer für Frauenquote in Medien

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Deutschland: Forderung zunehmend auch von männlichen Kollegen übernommen

Die Forderung deutscher Journalistinnen nach einer Frauenquote in den Führungspositionen der Medien wird zunehmend auch von ihren männlichen Kollegen übernommen. Der Offene Brief von 350 Medienfrauen habe bereits mehr als 3.500 Unterstützer, teilte die Initiative am Dienstag in einem weiteren Brief mit. Dazu gehörten WDR-Chefredakteur Fernsehen, Jörg Schönenborn, der "Zeit"-Ressortleiter Thomas Kerstan, der "Welt"-Korrespondent Alan Posener, "Spiegel"-Autor Dirk Kurbjuweit und der Blogger Sascha Lobo. Auf Pro-quote.de/maenner begründen die Journalisten, warum sie sich der Initiative anschließen. 

Ende Februar hatten rund 350 Journalistinnen Chefredakteure, Verleger und Intendanten angeschrieben und eine Frauenquote von mindestens 30 Prozent in den Chefetagen der Medien gefordert. Derzeit seien nur zwei Prozent aller Chefredakteure der rund 360 Tages- und Wochenzeitungen Frauen. Von den 13 Intendanten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks seien drei weiblich. 

Zu den Erstunterzeichnern gehören die Moderatorinnen Anne Will, Sandra Maischberger und Frauke Ludowig, RBB-Intendantin Dagmar Reim und RTL-Reporterin Antonia Rados. "Es ist Zeit etwas zu ändern. Wir fordern, dass mindestens 30 Prozent der Führungspositionen im Laufe der nächsten fünf Jahre mit Frauen besetzt werden - und zwar auf allen Hierarchiestufen. Schaffen Sie das?". 

(APA/dpa)
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