TV wird teurer, Digital-Display günstiger
 

TV wird teurer, Digital-Display günstiger

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Laut IGMA-Prognose zur Preisentwicklung verzeichnet Fernsehwerbung den stärksten Anstieg; der Gesamtmarkt steht im Zeichen von Inflation.

Dieser Artikel erschien zuerst in HORIZONT, Nummer 10/2017. Hier geht es zum Abo.

Die Interessengemeinschaft der Mediaagenturen, kurz IGMA, hat ihre Inflationsprognose mit Stand Februar 2017 veröffentlicht. Die Daten wurden auf Basis von 19 IGMA-Agenturen berechnet und stellen eine Markteinschätzung für 2017 und eine erste Prognose für 2018 dar. Demnach stehen die beiden nächsten Jahre bezogen auf den Gesamtmarkt im Zeichen von Inflation. Ein Blick auf die einzelnen Mediagattungen zeigt unterschiedliche Entwicklungen.

Die höchste Inflation wird bei TV-Werbung erwartet und soll 2017 bei 6,5 Prozent liegen. Auf Basis der neuen Radiotest-Daten sei für das Medium Radio in 2017 mit einer Inflation von 4,4 Prozent zu rechnen und für 2018 mit einer geringeren Steigerung von 2,8 Prozent. „Die aktuellen Radiotest-Daten zeigen Verschiebungen in den Reichweiten der Radiosender, die Preiskorrekturen nach sich zogen“, so die Experten. Zum ersten Mal wurde eine Inflation für den gesamten Printmarkt herausgegeben, die gewichtet für die Gattungen Tageszeitungen und Magazine im Jahr 2016 bei 4,5 Prozent lag. Für 2017 wurde die Inflation für Tageszeitungen im Vergleich zur letzten Veröffentlichung nach unten korrigiert und liegt laut aktuellen Berechnungen für 2017 bei 2,5 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den Magazinen: Die Inflation liegt hier aber auf geringerem Niveau mit aktuell 0,9 Prozent. 2018 wird von einem Anstieg von einem Prozent ausgegangen.

Display billiger, Video teurer

Die einzige Deflation ist im digitalen Bereich bei Displaywerbung zu sehen. Zwar wurde diese nach der letzten Einschätzung abgeschwächt, liegt jedoch 2017 bei minus 4,4 Prozent. Dieser Trend soll sich auch 2018 fortsetzen. Videowerbung zeigt sich hingegen gegenläufig: Die Preise steigen und die Inflation für 2017 erreicht 2,6 Prozent, für 2018 liegt die Einschätzung bei 2,8 Prozent.
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