TV: „Public versus Privat“
 

TV: „Public versus Privat“

Unter diesem Motto ging der Roundtable mit den Diskutanten Sven-Oliver Müller (RTL), Rudolf Strohmeier (EU-Kommission Medien), Pius Strobl (ORF), Manfred Perterer (Salzburger Nachrichten), Horst Pirker (Styria Medien AG) und Lutz Köhler (ZDF) über die Bühne.

Den Ausgangspunkt zum dritten Medien- und Technologie-Roundtable in Salzburg lieferte Vorstandsvorsitzender der Styria Medien AG und Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen, DDr. Horst Pirker. Pirker bezweifelt die Ligitimation der Gebührenfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Österreich und unterstellte dem ORF Marktversagen. ORF-Kommunikationschef Pius Strobl hingegen meint, dass das ORF-Angebot den öffentlichen Auftrag widerspiegle. „Der ORF macht vermutlich nichts, was nicht irgendwer im deutschen Sprachraum auch macht, aber wir machen in Österreich für Österreich österreichisches Programm“, so Strobl. Viele Programminhalte könne sich der ORF gar nicht mehr leisten, ohne Kooperationen mit Privaten und Öffentlich-Rechtlichen einzugehen, „aber stets zu ORF-Regeln“. Sven-Oliver Müller, Serienchef bei RTL, stimmt zu: „Wir nehmen nicht nur Geld aus Österreich mit, sondern der ORF hat eigene Ideen und weiß worauf er achten muss.“ RTL würde auch gerne mit österreichischen Privatkanälen zusammenarbeiten, aber momentan sei neben dem ORF kein österreichischer Partner in Sicht.



Mehr zu diesem Thema finden Sie in der Printausgabe des HORIZONT Nr. 31, der am Freitag den 1. August 2008 erscheint.



Elisabeth Hell

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