TV-Gebühren in Deutschland steigen um 88 Cent
 

TV-Gebühren in Deutschland steigen um 88 Cent

Gegensätzliche Reaktionen auf Reduktion der TV-Gebührenanpassung durch die Konferenz der Ministerpräsidenten.

Eine Erhöhung der TV-Gebühren für die öffentlich-rechtlichen Sender von 1,09 Euro mit Jahresbeginn 2005 hatte die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) in Deutschland vorgeschlagen. Bisher akzeptierte die Konfernez der Ministerpräsidenten, die die Gebührenerhöhung letztendlich beschließt, die KEF-Vorschläge immer, nun hat sich die geplante Gebührenanpassung auf 88 Cent reduziert.



"Die ARD sieht es als außerordentlich bedenklich an, dass

die exakte Berechnung der unabhängigen Kommission zur Ermittlung des

Finanzbedarfs (KEF) durch politisch motivierte Überlegungen abgelöst

wurde. Dieser ‚Methodenwechsel’ kann zu einem irreparablen Schaden

führen. Bislang wurde das KEF-Verfahren europaweit als vorbildlich

angesehen. Dies ist nun durch die Politik in Frage gestellt worden,“

erklärte ARD-Vorsitzener Fritz Pleitgen.



"Mit ihrer Zustimmung zu der sachlich völlig überflüssigen

Erhöhung der Rundfunkgebühren haben die Regierungschefs der Länder

heute das Scheitern einer Strukturreform des öffentlich-rechtlichen

Rundfunks auf ernüchternde Weise dokumentiert und einen weiteren

Beitrag zur Wettbewerbsverzerrung im dualen deutschen Rundfunksystem

geleistet", meint hingegen Jürgen Doetz, Präsident

des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation e. V. (VPRT).

(as)

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