TV-Duell Merkel - Schulz: Über 45 Prozent Mar...
 

TV-Duell Merkel - Schulz: Über 45 Prozent Marktanteil

Herby Sachs
Die Moderatoren (l-r) Sandra Maischberger (ARD), Claus Strunz (ProSieben/SAT.1), Maybrit Illner (ZDF) und Peter Kloeppel (RTL) stehen am 03.09.2017 beim TV-Duell in den Fernsehstudios in Adlershof in Berlin nebeneinander. Im Hintergrund unterhalten sich die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel und der SPD-Kanzlerkandidat und SPD-Vorsitzende Martin Schulz. Das einzige TV-Duell zwischen Angela Merkel (CDU) und Martin Schulz (SPD) vor der Bundestagswahl 2017 wird gemeinsam vom Ersten, RTL, SAT.1 und ZDF übertragen. Foto: Herby Sachs/ARD-Pool/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Die Moderatoren (l-r) Sandra Maischberger (ARD), Claus Strunz (ProSieben/SAT.1), Maybrit Illner (ZDF) und Peter Kloeppel (RTL) stehen am 03.09.2017 beim TV-Duell in den Fernsehstudios in Adlershof in Berlin nebeneinander. Im Hintergrund unterhalten sich die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel und der SPD-Kanzlerkandidat und SPD-Vorsitzende Martin Schulz. Das einzige TV-Duell zwischen Angela Merkel (CDU) und Martin Schulz (SPD) vor der Bundestagswahl 2017 wird gemeinsam vom Ersten, RTL, SAT.1 und ZDF übertragen. Foto: Herby Sachs/ARD-Pool/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Rund 16,11 Millionen Zuschauer haben am Sonntagabend das TV-Duell zur Bundestagswahl verfolgt, das bei vier Sendern parallel zu sehen war.

Der Marktanteil lag bei 45,8 Prozent - nicht ganz die Hälfte aller Fernsehzuschauer hatte eingeschaltet. Der Schlagabtausch zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem Herausforderer Martin Schulz (SPD) stieß damit auf deutlich weniger Interesse als das TV-Duell zwischen SPD-Kandidat Peer Steinbrück und Merkel bei der Bundestagswahl 2013, das 17,64 Millionen sehen wollten. Die bisher meisten Zuschauer hatte das TV-Duell zwischen dem damaligen SPD-Kanzler Gerhard Schröder und seiner Herausforderin Angela Merkel 2005: Dabei saßen 20,98 Millionen vor dem Fernseher.

Von allen vier Sendern hatte das Erste mit 9,33 Millionen (Marktanteil 26,5 Prozent) mit Abstand die meisten Zuschauer. Es folgte das ZDF mit 3,72 Millionen (10,6 Prozent) vor dem privaten Marktführer RTL mit 2,13 Millionen (6,1 Prozent) und Sat.1 mit 0,93 Millionen (2,6 Prozent). Das Fernsehduell zwischen Merkel und Schulz ist das einzige zwischen beiden Kontrahenten im aktuellen Bundestagswahlkampf.

Die Gesprächsführung beim TV-Duell übernahmen zwei Moderatorenpaare, je eine Frau und ein Mann: Maybrit Illner (ZDF) und Peter Kloeppel (RTL) sowie Sandra Maischberger (ARD) und Claus Strunz (ProSieben/Sat.1). Über die Vor- und Nachteile der 90-minütigen Sendung mit vier Moderatoren hatte es im Vorfeld Debatten gegeben. Merkel hatte gedroht, gar nicht teilzunehmen, falls die übertragenden Sender ZDF, RTL, ARD und Sat.1 das Format ändern würden. Am Ende hatte sie sich durchgesetzt, war dafür aber kritisiert worden. Der ehemalige ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender etwa warf Merkels Stab Erpressung vor: "Das Kanzleramt verlangt ein Korsett für die Kanzlerin, in dem sie sich nicht bewegen muss."
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