TV: Das liebste Medium der Kinder
 

TV: Das liebste Medium der Kinder

Tatyana Korotyn
little boy lying on the bed and watching TV
little boy lying on the bed and watching TV

Geht es um den Konsum von Bewegtbildinhalten, bleibt der Fernseher laut Studie bei Kids das beliebteste Gerät. Dort ist die Aufmerksamkeit auch am höchsten.

Dieser Artikel erschien auch in der HORIZONT-Printausgabe 22/2017 vom 2. Juni. Hier geht's zum Abo.

TV, Computer, Laptop, Tablet und Smartphone: Obwohl Kinder sich aufgrund eines immer größer werdenden Angebots an digitalen Devices mittlerweile in einer Art Mediendschungel zurechtfinden und in diesem eine Auswahl treffen müssen, bleibt der Fernseher nach wie vor das beliebteste Gerät, wenn es um den Konsum von Bewegtbildinhalten geht. Das zeigen die Ergebnisse der Studie "Die Bewegtbild-Welten der Kinder", die von der IP Österreich in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut meinungsraum.at im März und April durchgeführt wurde - 100 Kinder zwischen drei und zwölf Jahren wurden dafür befragt.

Analysiert werden sollte, wie Kinder Bewegtbildinhalte konsumieren und inwieweit sich die Rezeption von linearen TV-Inhalten zu Online-Videoplattformen unterscheidet. Klar daraus hervor geht auch: Der Fernseher ist jenes Medium, mit dem Kinder die meiste Zeit verbringen. 30 Prozent sehen täglich mehr als eine Stunde fern, 64 Prozent zwischen 15 Minuten und einer Stunde und sechs Prozent weniger als 15 Minuten. Online-Videoplattformen werden hingegen von 18 Prozent mehr als eine Stunde konsumiert, Radio von neun Prozent und Zeitungen beziehungsweise Magazine von zwei Prozent. "Wir freuen uns, dass das Fernsehen bei den Kindern nach wie vor klar die Nummer eins ist. Und das mit großem Abstand vor allen anderen Mediengattungen. Obwohl die Nutzung von Online-Videoplattformen in den letzten Jahren gestiegen ist, hat TV seine führende Stellung gefestigt" sagt Christian Sattler, Leitung Research bei IP Österreich.

Klassische TV-Werbung wirkt

Weiters zeigt die Studie, dass die Nachfrage nach Zeichentrickfilmen (52 Prozent), Kinderserien (26 Prozent) und Informationssendungen (zehn Prozent) im linearen TV gestillt werden. Online-Videoplattformen punkten hingegen bei Gaming- (18 Prozent), Musik- (16 Prozent) und Comedy-Videos (zehn Prozent).

Aus der Studie ergibt sich auch: Die Aufmerksamkeit, und somit auch die Werbewirkung bei Kindern, ist beim Konsum von linearem TV höher als bei Online-Videoplattformen. Während 55 Prozent der Kinder eine positive Einstellung zu TV-Werbung haben, nehmen nur 37 Prozent der Kinder Werbung auf YouTube als positiv wahr. Wird ein Produkt über TV-Werbung beworben, sprechen 27,5 Prozent der Kinder darüber, wird es über Online-Videoplattformen beworben, tun dies 7,1 Prozent. Die Studie wurde im Rahmen der Fachtagung Kinderwelten Österreich präsentiert, die bereits zum sechsten Mal von der IP Österreich und Super RTL initiiert wurde.
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