True Fruits bezieht Stellung zu umstrittener ...
 

True Fruits bezieht Stellung zu umstrittener Plakatkampagne

True Fruits
"Heiligt der Zweck die Mittel? Ja, denn wir halten der Gesellschaft damit lediglich den Spiegel vor", so die Stellungnahme.
"Heiligt der Zweck die Mittel? Ja, denn wir halten der Gesellschaft damit lediglich den Spiegel vor", so die Stellungnahme.

Das Unternehmen habe es "als kleiner Saftladen mit einer einzelnen Aktion geschafft, derartige Themen in den Fokus der Menschen zu rücken."

Mit ihrer aktuellen Österreich-Kampagne hat der deutsche Smoothie-Produzent True Fruits diese Woche im deutschsprachigen Raum für Gesprächsstoff gesorgt. Diese bedient sich bewusst Doppeldeutigkeiten, um auf Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aufmerksam zu machen (HORIZONT berichtete). So zeigen die vier Plakatmotive Sprüche, die sich sowohl als Werbung für das Produkt lesen lassen, als auch als versteckte Kritik an der österreichischen Flüchtlingspolitik sowie an Fremdenfeindlichkeit.

Nun hat das Unternehmen eine Stellungnahme veröffentlicht. Das Schreiben richtet sich nicht nur an die Fans, sondern auch an "Hater" und "liebe neunmalkluge Vorverurteiler & Vorverurteilerinnen": "Manche von Euch waren besorgt oder verärgert (vermutlich aus Unkenntnis und/oder schlichter Dummheit), wir könnten uns dem rechten Ufer zugewandt haben. Andere wiederrum kommen vom rechten Ufer und feiern unsere Kampagne aus falschen Gründen (und/oder aus schlichter Dummheit). Eins möchten wir direkt klarstellen: Rassismus und Fremdenfeindlichkeit finden wir zum Kotzen." Dennoch sei True Fruits froh um die Aufmerksamkeit, die durch dieses "Gezeter" ermöglicht worden sei. Und betont: "Unsere aktuelle Plakatkampagne in Österreich richtet sich nämlich explizit gegen Fremdenfeindlichkeit."

"Große Konzerne haben leider keine Eier, sich aus dem Fenster zu lehnen"

Die Wordings hätten eine gesellschaftspolitische Botschaft, die Satire sei gewählt worden, um auf das Problem aufmerksam zu machen. "Heiligt der Zweck die Mittel? Ja, denn wir halten der Gesellschaft damit lediglich den Spiegel vor. Wer hineinschaut und sich erschreckt, hat sich im Zweifelsfall nur selbst erkannt. Unsere Art, wie wir das Thema angegangen sind, ist zu schwierig und somit für den ,einfachen Bürger‘ nicht verständlich? Diesen Vorwurf können wir nicht nachvollziehen und es klingt für uns wie ,Lasst uns nur Witze für Dumme machen, es soll ja jeder lachen dürfen‘".

Die Marke ist seit Anfang des Jahres großflächig im österreichischen Handel vertreten und sieht die eigene Kampagne selbst als Provokation an – "wenn mann eine Kampagne gegen Fremdenfeindlichkeit als Provokation empfindet", wie es in der Stellungnahme heißt. Zum Abschluss hält das Unternehmen fest: "Wir als kleiner Saftladen haben es mit einer einzelnen Aktion geschafft, derartige Themen in den Fokus der Menschen zu rücken. Wozu wären dann erst große Konzerne mit deutlich größeren Budgets in der Lage? Diese Unternehmen besitzen eine verdammt große Macht, haben leider nur keine Eier sich für ihre Ansichten aus dem Fenster zu lehnen." 
"Heiligt der Zweck die Mittel? Ja, denn wir halten der Gesellschaft damit lediglich den Spiegel vor", so die Stellungnahme.
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"Heiligt der Zweck die Mittel? Ja, denn wir halten der Gesellschaft damit lediglich den Spiegel vor", so die Stellungnahme.
"Heiligt der Zweck die Mittel? Ja, denn wir halten der Gesellschaft damit lediglich den Spiegel vor", so die Stellungnahme.
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"Heiligt der Zweck die Mittel? Ja, denn wir halten der Gesellschaft damit lediglich den Spiegel vor", so die Stellungnahme.
"Heiligt der Zweck die Mittel? Ja, denn wir halten der Gesellschaft damit lediglich den Spiegel vor", so die Stellungnahme.
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"Heiligt der Zweck die Mittel? Ja, denn wir halten der Gesellschaft damit lediglich den Spiegel vor", so die Stellungnahme.
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