Trimedialität: Bayerischer Rundfunk stellt si...
 
Trimedialität

Bayerischer Rundfunk stellt sich neu auf, Ex-ORF-Manager Scolik mit neuer Rolle

ORF/Milenko Badzic
BR mit trimedialer Neuaufstellung zur Jahresmitte
BR mit trimedialer Neuaufstellung zur Jahresmitte

Der BR stellt sich zur Jahresmitte trimedial auf. Über alle Ausspielwege hinweg werden die Angebote künftig federführend von zwei inhaltlich organisierten Programmdirektionen verantwortet. Der Österreicher Reinhard Scolik leitet die "Kultur".

Bis zum Frühjahr 2016 war Scolik in der Generaldirektion des ORF Leiter der Strategischen Programmplanung und Administration sowie ORF-Koordinator für 3sat und ARTE. Danach wechselte der Niederösterreicher als Fernsehdirektor zum Bayerischen Rundfunk (HORIZONT berichtete). Heute wurde bekannt, dass die jahrzehntelange Aufteilung an der Spitze des öffentlich-rechtlichen Senders nach Fernsehen und Hörfunk abgeschafft wird. Die Programmdirektionen wird künftig inhaltlich in "Information" und "Kultur" unterteilt und damit von drei auf zwei Personen reduziert.

Dies soll der letzte Schritt auf dem trimedialen Weg mit TV, Radio und Digital unter gemeinsamer Führung sein. Scolik verantwortet ab sofort die "Kultur"-Sparte. Die "Information" leitet schon seit 2014 Thomas Hinrichs – sie war damals erster Schritt zur trimedialen Organisation. Der bisherige Hörfunkdirektor Martin Wagner geht zum 1. Juli in den Ruhestand.

BR-Intendant Ulrich Wilhelm zum Umbau: "Mit der medienübergreifenden Neuaufstellung unserer Programmdirektionen erhöhen wir die publizistische Schlagkraft und stärken die Zukunftsfähigkeit des Bayerischen Rundfunks auch organisatorisch." Die Grenzen zwischen den Ausspielwegen würden zunehmend verschwimmen und neben Fernsehen und Hörfunk insbesondere digitale Wege an Bedeutung gewinnen, betonte er.
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