"trend" wird zu "trump"
 
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Aus dem "trend" wird für eine Ausgabe der "trump".
Aus dem "trend" wird für eine Ausgabe der "trump".

Anlässlich der Angelobung des 45. Präsidenten der USA tauschte das Wirtschaftsmagazin kurzerhand das Logo. Aus dem "trend" wird für eine Ausgabe der "trump".

Die erste Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "trend" im neuen Jahr kommt mit einem außergewöhnlich mutigen und überraschend ungewöhnlichen Titelblatt daher. Auf diesem wird das Logo des "trend" durch das Wort "trump" ersetzt. Anlass dafür: Diesen Freitag wird der New Yorker Geschäftsmann Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA angelobt. "Kein westlicher Politiker der Nachkriegsgeschichte hat je derart konsequent alle zivilisatorischen, demokratischen und auch wirtschaftlichen Errungenschaften ignoriert wie der neue Präsident. Oder, um es ein wenig drastisch auszudrücken: Verglichen mit Trump scheinen Wladimir Putin oder Recep Erdoğan gut ausrechenbare Autokraten zu sein", schreibt Chefredakteur Andreas Weber in seinem Editorial.

Grund genug für das Team des "trend", sich folgende Frage zu stellen: Wie journalistisch umgehen mit einem, für den es keine Regeln mehr gibt? Und beantwortete sie mit einer Gegenfrage: Warum nicht auch einmal alle Regeln brechen und ein absolutes No-Go des grafischen Designs anwenden? Die Idee für das Titelblatt hatte Art Consultant Gottfried Moritz. "Dieser Stilbruch symbolisiert die Irritationen, auf die wir uns gefasst machen müssen, mutmaßlich besser als jedes Meuchelbild von Trump am Cover", so Weber. Passend dazu analysiert Bernhard Ecker in der Coverstory, wie Präsident Trump die Weltwirtschaft auf den Kopf stellen wird. Was dem Chefredakteur darüber hinaus wichtig ist, anzumerken: Der Rest der "trump"-Ausgabe ist "freilich klassischer Journalismus guter alter Schule. No Fake News".
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