Top-Trends 2017: Fernsehen
 
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Die Themen, die im kommenden Jahr die TV-Branche bewegen werden.

Mediaprint-Expansion in den TV-Bereich

Die Mediaprint spielt schon länger mit dem Gedanken, in den TV-Bereich zu expandieren. Konkrete Pläne zur Umsetzung der Bewegtbildstrategie sind bis dato aber nicht bekannt. Branchenkennern zufolge sei nicht nur das Aufziehen eines eigenen Senders eine Option, sondern möglicherweise auch der Ankauf bestehender TV-Stationen. Jedenfalls soll Richard Grasl, Ex-Finanzchef des ORF, künftig das Potenzial für Fernseh- und Bewegtbildangebote ausloten und entsprechend auf Schiene bringen.

Möglicher Verkauf des Privatsenders ATV

Nachdem es in den vergangenen Jahren immer wieder Gerüchte rund um einen möglichen ATV-Verkauf gab, bestätigte Eigentümer und Chef der Tele München Gruppe ­Herbert Kloiber vor wenigen Monaten diese Absichten. Kloiber sagte, dass er sich 2017 zurückziehen wolle und die Geschäfte an seinen Sohn abgeben werde. Bis dahin will er das Portfolio der Tele München Gruppe bereinigen - und ATV gehört dann wohl nicht mehr dazu. Der Verkaufsprozess dürfte schwierig werden, bewegen sich Österreichs Privatsender doch auf einem hart umkämpften Markt. Die ATV-Gruppe kam zuletzt auf etwa vier Prozent Marktanteil bei den 12- bis 49-Jährigen. Interesse an einem Erwerb des Privatsenders könnte etwa die deutsche ProSiebenSat.1-Gruppe haben. Laut Kurier sondiert der Münchner Konzern gerade, ob und wie eine Übernahme wettbewerbsrechtlich machbar wäre.

Neue Videoformate erobern das Web

Livestreaming, 360-Grad-Videos und Augmented Reality: Im vergangenen Jahr sind diese Technologien zumindest teilweise ihren Kinderschuhen entwachsen. So können Medien über Plattformen wie YouTube und Facebook ihre Inhalte nun mit wenig Aufwand im Web übertragen; mit der entsprechenden Hardware können auch Bilder und Videos produziert werden, die dem Nutzer einen 360-Grad-Blick erlauben. Und dann war da noch ­Pokémon Go: Das Handyspiel begeisterte durch die Verschmelzung realer und virtueller Welt die Massen. Keine Frage: Diese Entwicklung wird sich im kommenden Jahr fortsetzen. Medien, Agenturen und Privatpersonen werden gleichermaßen Livestreamings ins Web stellen; bei Virtual-Reality-Content wird es mehr professionell produziere Inhalte geben. Und basierend auf dem Taschenmonster-Erfolg werden Smartphones zunehmend zum Augmented-Reality-Tool - auch hier können Medienschaffende ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Das geht freilich nur, wenn man in Technik und Personal investiert.
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