Thoma: "Kann mir ORF nicht leisten"
 

Thoma: "Kann mir ORF nicht leisten"

Helmut Thoma, ehemaliger RTL-Geschäftsführer und Berater des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, im Horizont-Interview.

Er könnte es sich gar nicht leisten, ORF- oder ZDF-Intendant zu werden, meint der ehemalige RTL-Geschäftsführer Prof. Dr. Helmut Thoma im Interview mit Horizont. Er habe weder in dem einen noch in dem anderen einen besonderen Reiz gesehen, so Thoma. Thoma in Richtung ZDF: "Ich fühle mich auch noch zu jung, um diesen riesigen Pensionistenverein zu verändern." In Richtung ORF: "Am ORF habe ich nie Interesse gehabt. Was soll ich da, wenn ich mich schon für den Spitzenjob in einem der beiden Sender interessiert hätte - ob ich es dann geworden wäre, ist eine andere Frage - dann hätte ich mich schon für den größeren, also das ZDF interessiert. Aber doch nicht für den ORF, den kenne ich ja von innen sehr gut."



An der Bewerberschar um eine österreichische Privat-Fernsehlizenz fällt Thoma vor allem auf, "dass sie schrumpft. Die war am Anfang viel zu groß." Unter den bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen hält der ehemalige RTL-Boss und nunmehrige Berater des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement terrestrisches Privatfernsehen in Österreich noch immer für "völlig aussichtslos". Mit den neuen Gesetzen sei zwar "der ORF ein bisschen geschwächt, aber die privaten nicht entscheidend gestärkt worden".



Lesen Sie mehr in der aktuellen Printausgabe von Horizont(51/2001), die am Freitag, 21. Dezember 2001, erscheint.

(as)

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