Teure GEZ-Umstellung
 

Teure GEZ-Umstellung

Die Umstellung der Rundfunkgebühren auf die Haushaltsabgabe wird die deutsche Gebührenstelle 150 Millionen Euro kosten.

Ab 2013 soll jeder Bundesbürger in Deutschland eine Rundfunkabgabe bezahlen, egal ob und welche Geräte er besitzt oder nutzt. Diese Umstellung werde bei der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) Kosten in Höhe von 150 Millionen Euro verursachen, heißt es in der "Financial Times Deutschland". 

Interessant dabei das Ziel dieser Aktion: Bisher beliefen sich die Kosten für die GEZ in 2009 auf gut 161 Millionen Euro. Das ist ein Anteil von 2,13 Prozent an den gesamten Gebühreneinnahmen von ARD und ZDF von 7,6 Milliarden Euro. GEZ-Geschäftsführer Hans Buchholz will diese Quote auf unter zwei Prozent drücken - eben mittels Gebührenumstellung, die fast die Jahreskosten der GEZ kostet. Rechnet man nach, kommt man zu folgendem Ergebnis: Es werden 150 Millionen Euro für die Umstellung ausgegeben, damit die GEZ in Zukunft nicht mehr 161 Millionen Euro jährlich an Kosten, sondern unter 152 Millionen Euro (2 Prozent von 7,6 Milliarden Euro) verursacht.

Die Umstellung wurde mit der Abschaffung des "Inquisitorischen" der GEZ und der Wahrung der Privatsphäre der Bürger argumentiert. Warum die neue GEZ, die keine Gebühren mehr eintreiben muss, in Zukunft trotz Umstellung immer noch 152 Millionen Euro Kosten im Jahr verursachen soll (zwei Prozent von 7,6 Milliarden), ist fraglich. Argumentiert wird sie mit "der regelmäßigen Überprüfung der Zahlungsbefreiungen der sozial schwachen". Von den aktuellen 39 Millionen Rundfunkteilnehmern sind derzeit 3,1 Prozent befreit.
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