Terroranschlag legt Nachrichten-Webseiten lah...
 

Terroranschlag legt Nachrichten-Webseiten lahm

Weltweite Überbelastung der Kommunikationskanäle wegen Suche nach Online-Informationen und erhöhtem Telefonaufkommen.

Die Terrorattacke in den USA hat weltweit Kommunikationskanäle belastet,

wenn auch nicht völlig lahmgelegt. Viele Server von Nachrichtenseiten

hielten der Überlastung informationshungriger Surfer kurzfristig nicht

stand. E-Mails von und in die USA funktionierten, wenn auch verzögert. Die

ursprüngliche Annahme, der Anschlag hätte einige wichtige Netzknotenpunkte

zerstört, schien sich nicht zu bewahrheiten.

Die Webseite des US-Nachrichtensenders CNN war nach dem Einschlag des

zweiten Flugzeugs im World Trade Center für über eine Stunde unerreichbar.

Völlig werbefrei - unter Verzicht auf Grafiken und Videos - war die Seite

dann mit einer Art Notausgabe mit weissem Hintergrund im Text-only-Modus

wieder abrufbar.

Auch die Telefonverbindungen waren stark beeinträchtigt: Der größte

US-Telefonkonzern AT&T teilte mit, das Aufkommen der Gespräche nach New

York sei mit 600 Mio. Gesprächen am Vormittag (Ortszeit) ungefähr doppelt

so hoch gewesen wie normal. British Telecom verzeichnete etwa eine Mio.

Gespräche pro Stunde zwischen Grossbritannien und New York, ein mehr als

zehn Mal so großes Telefonaufkommen wie normal.

(ap)
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