Telekom Austria dreht CyberTron den Hahn zu
 

Telekom Austria dreht CyberTron den Hahn zu

Der Telekom sind die Besicherungen der ausständigen Altforderungen von Seiten des Wiener Providers Cybertron zu wenig. Morgen, Mittwoch, wird Cybertron vom Telekom-Netz getrennt.

Wie ein Damokles-Schwert hingen die Altschulden gegenüber der Telekom Austria über dem Wiener Internet-Provider CyberTron. Jetzt scheint es herabzuschwingen. Die Verhandlungen sind gescheitert. Der Telekom sind die Besicherungen für die ausständigen Forderungen zu wenig. Daher hat der Konzern jetzt die Netzleistungen für die CyberTron Telekom AG auf Notbetrieb umgestellt, morgen, Mittwoch, 26.6.2002, werden die Zugänge zum Telekom-Netz gänzlich getrennt. Rund 70.000 Telefonkunden des Alternativanbieters dürften dann von der Telekommunikation abgeschnitten sein. Jetzt gilt es, schnell neue Verträge mit anderen Telkos abzuschließen. Die Telekom schaltete dafür auch gleich hilfsbereit kostenfreie Servicenummern für die CyberTron-Kunden frei.

CyberTron prüft nun die Möglichkeit, Gläubigerschutz in Anspruch zu nehmen und verhandelt mit anderen Telekom-Anbietern über eine Lösung des unmittelbare bevorstehenden Versorgungsproblems seiner Kunden.

Bei dem Schuldenberg von CyberTron handelt es um Altforderungen der TA in Höhe von sieben Millionen Euro, denn CyberTron wirtschaftete bereits seit November 2001 operativ positiv. Wenn das operative Geschäft so weitergeführt hätte werden können, hätte CyberTron-Vorstand Thomas Forstner kein Problem gesehen, die Altschulden zurückzuzahlen. Offenbar ist jetzt wahr geworden, was er bereits vor einer Woche bezüglich der laufenden Verhandlungen befürchtet hatte: "Wenn es das Ziel der TA ist, einen Mitbewerber vom Markt zu verdrängen, wird es schwierig werden".

Was jetzt folgt, dürfte wohl als Insolvenz bezeichnet werden.

(dodo)

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