"TAZ" wird 30
 

"TAZ" wird 30

Die in Berlin erscheinende "Tageszeitung", "taz", feiert am 17. April 2009 ihr 30-jähriges Jubiläum.

Die "taz" wurde im Jahr 1949 gegründet und fungiert seit 30 Jahren als Sprachrohr der linksalternativen Szene. Mit Bildern abseits des Mainstreams und mit einer Auflage von täglich verkauften 60.000 Exemplaren kann das Blatt mittlwerweile auch mit den eigenen Wachstumskrisen gut umgehen. Als spätes Kind der 68er-Generation war die "taz" von Anfang an einer "Gegenöffentlichkeit" verpflichtet und betrat mit Themen wie Ökologie, Frauenrechten und Dritter Welt publizistisches Neuland. Seither geht die "taz" den sich wandelnden gesellschaftlichen Weg mit und wurde parallel zu ihr immer liberaler und offener - längst sieht sich die Zeitung nicht mehr nur als Organ der Grünen. Andere deutsche Tageszeitungen haben die "taz" ebenso häufig belächelt wie bewundert, viele Bilder und Titel sind in den Köpfen der Leser und der Konkurrenz geblieben. Die letzte Aufruhr über ein "taz"-Titelbild gab es zu Ostern, als die Zeitung den FC Bayern München-Trainer Jürgen Klinsmann wort wörtlich ans Kreuz hängte. Der Trainer will die "taz" auf Schadenersatz und Unterlassung verklagen, die Zeitung selbst "blickt einem Prozess gelassen entgegen". 







Zu ihrem 30. Geburtstag erscheint die Berliner "Tageszeitung" ab Samstag, den 18. April 2009 in einem neuen Layout und mit einer neuen, durchweg farbigen Wochenendausgabe, der 20-seitigen "sonntaz". Während sich die Montags- bis Freitagsausgabe vor allem optisch verändert, wird mit der Wochenendausagabe auch inhaltlich ein neues Konzept präsentiert. Das Jubiläum wird mit einer Reihe von Aktionen begleitet: So geht der Kongress "¿Tu was! Utopie & Freiheit" zu 30 Jahre "taz" im Berliner Haus der Kulturen der Welt über die Bühne.





(Quellen: taz.de, dpa)
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