Tabloid-Format für das "Handelsblatt"
 

Tabloid-Format für das "Handelsblatt"

Ab November soll der Holtzbrinck-Titel im kleinen, kompakten Format mit 64 Seiten erscheinen.

Das "Handelsblatt" soll moderinsiert werden, sowohl die Zeitung, als auch das Online-Angebot und die mobil empfangbaren Dienste, heißt es von Seiten der Verlagsgruppe Handelblatt. Zentrales Element dabei soll offenbar die Umstellung auf das kompakte, handlichere Tabloid-Format sein. Der "Spiegel" kündigt die verkleinerte Erscheinungsweise des Handelsblattes bereits für den 2. November an. Seitenumfang: 64 Seiten, geklammert. Doch als Sparprogramm will der Verlag diese Umstellung nicht sehen, "Holtzbrinck investiert", meint ein Sprecher,  es gehe darum, etwas Neues zu wagen. Dennoch bietet das Tabloid-Format durchaus Einsparungspotenzial sowohl bei den Papier- als auch bei Druckkosten. Die Klammerung kostet zwar Geld, ermöglicht aber eine flexible Seitenplanung: Da es keine getrennten Zeitungsbücher mehr gibt sondern ein durchgängiges Blatt, kann der Umfang unter den Ressorts bei Bedarf flexibler umverteilt werden, ohne kostenintensive Erweiterung.




Mit diesem Schritt wäre das "Handelsblatt" der zweite Titel in Deutschland, der im Tabloid-Format erscheint. Gerüchten zufolge denkt derzeit auch der Axel Springer Verlag darüber nach, die "Welt" und "Welt kompakt" eventuell zu einer Tabloid-Ausgabe zusammenzufassen. Und auch die "Bild"-Zeitung erprobt seit einigen Wochen das Kompakt-Format "Bild-City", das parallel zum große Mutterblatt derzeit in der Münchner Innenstadt getestet wird und nun auf den Nord-Osten der Stadt ausgeweitet werden soll.
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