Styria und "Standard" planen gemeinsamen Vert...
 

Styria und "Standard" planen gemeinsamen Vertrieb

"Kleine Zeitung", "Presse", "WirtschaftsBlatt" und "Standard" wollen Vertriebsfirma gründen - Anmeldung bei Bundeswettbewerbsbehörde

Styria Media Group ("Kleine Zeitung", "Presse", "WirtschaftsBlatt") und "Standard" wollen eine gemeinsame Vertriebsfirma gründen. Ein entsprechender Zusammenschluss wurde Anfang der Woche bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) angemeldet. An dem neuen Unternehmen namens Print Express Zustellservice GmbH sollen beide Verlage jeweils 50 Prozent halten. Das Unternehmen soll Hauszustellung, "stummen Verkauf", Schüttenbelieferung, Kolportage sowie "Sammlung von Einwegverpackungen" - etwa in Zusammenhang mit der Ökobox - abwickeln.

Die beiden Verlage arbeiten bereits seit mehreren Jahren beim Vertrieb eng zusammen. Seit 2001 wird die Hauszustellung von Zeitungen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gemeinsam über die Print Express Zustellservice GmbH betrieben und im Jahr 2010 wurde die PL Print Logistik GmbH als Joint Venture für den sogenannten stummen Verkauf, also die Belieferung der Entnahmetaschen am Wochenende, gegründet.

Neuer großer Player entsteht

Diese Unternehmen sollen nun in die gemeinsame Firma verschmolzen werden. Laut "Standard"-Geschäftsführer Wolfgang Bergmann entsteht durch diesen Zusammenschluss nicht etwa ein neuer großer Player, vielmehr handle es sich um eine Vereinfachung gesellschaftsrechtlicher und organisatorischer Strukturen, wie er der APA sagte. Man fungiere hier auch als Dienstleister für Dritte, in Wien wickle man bereits bisher die Hauszustellung der "Wiener Zeitung" ab oder teilweise in Niederösterreich jene für "Österreich" - und man sei "offen für alle", wie Bergmann betonte.

Der zur Styria gehörende Postdienstleister redmail bleibt von dem Zusammenschluss weitgehend unberührt. Lediglich einzelne Aufträge abseits des Kerngeschäfts sollen an die neue Gesellschaft übertragen werden. Sitz der neuen Firma soll, vorbehaltlich der Zustimmung der Wettbewerbshüter, in Wien sein - für die Mitarbeiter ändere sich laut Bergmann nichts.
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