Studie 'Work Reimagined': 'Mit Passion und de...
 
Studie 'Work Reimagined'

'Mit Passion und den 'richtigen People' folgt der Profit'

EY/Christina Häusler
Oliver Suchocki, Partner und Leiter HR-Consulting Ey Österreich
Oliver Suchocki, Partner und Leiter HR-Consulting Ey Österreich

Mehr als die Hälfte (54%) der befragten MitarbeiterInnen würde in Erwägung ziehen, ihre Stelle nach der Covid-19-Pandemie zu kündigen, wenn ihnen keine Flexibilität in Bezug auf Arbeitsort und -zeit geboten wird.

Das zeigen die Ergebnisse der Ey-Studie "Work Reimagined". Dafür wurden weltweit mehr als 16.000 MitarbeiterInnen aus verschiedensten Berufen in 16 Ländern zu ihren Einstellungen und Erfahrungen in Bezug auf die Arbeit während und nach der Pandemie befragt. Die Umfrage zeigt, dass sich neun von zehn ArbeitnehmerInnen mehr Flexibilität in Bezug auf Ort und Zeit ihrer Arbeit wünschen. Sie möchten nach der Pandemie im Durchschnitt zwei bis drei Tage an einem anderen Ort, also remote, arbeiten können. Wenn die Einschränkungen aufgrund der Pandemie in ihren Ländern gelockert werden, würden 22 Prozent lieber Vollzeit im Büro arbeiten, wobei 33 Prozent der Befragten eine insgesamt kürzere Arbeitswoche wünschen. Zwei Drittel (67%) glauben, dass ihre Produktivität unabhängig vom Standort gleichbleibt.

"Passion und People sind die Architektur eines erfolgreichen Unternehmens. Mehr denn je sind Arbeitgeber gut beraten, jetzt über die mobilen und flexiblen Arbeitsmöglichkeiten ihrer MitarbeiterInnen zu reflektieren und die richtigen Signale zu setzen. Mit Passion und den 'richtigen People' folgt der Profit", so Oliver Suchocki, Leiter HR Management Consulting bei Ey Österreich. Besonders Millennials würden als letztes Mittel zur Kündigung greifen, wenn die Flexibilität bei ihrem Arbeitgeber nicht zufriedenstellend ist: Die Wahrscheinlichkeit, dass Millennials kündigen, ist doppelt so hoch wie bei BabyboomerInnen.

Im Rahmen der Umfrage wurden auch Ansichten zum Covid-19-Impfstoff erhoben. 61 Prozent wollen, dass ihr Unternehmen die Impfung zur Voraussetzung für die Arbeit im Büro macht. 66 Prozent der Befragten in Südamerika sind der Meinung, dass Unternehmen die Impfung aller MitarbeiterInnen vorschreiben sollten, während es in der Region EMEIA (Europa, Mittlerer Osten, Indien und Afrika) vergleichsweise nur 52 Prozent sind. In der Umfrage wurde auch die Einstellung zu bestehenden Arbeitsmethoden abgefragt, wobei die die Hälfte (48%) der Befragten angaben, dass sich ihre Unternehmenskultur im Laufe der Covid-19-Pandemie verändert und verbessert hat, während 31 Prozent glauben, dass sie sich verschlechtert hat.

"Wenn wir auf längere Sicht blicken und Unternehmen ihre Arbeitsabläufe weiter transformieren, werden Arbeitgeber ihre Vorstellungen von Produktivität und die Auswirkungen auf ihre Kultur immer wieder neu bewerten müssen, um sicherzustellen, dass der Ansatz ihres Teams für die persönliche, hybride und digitale Arbeitserfahrung optimiert ist", so Oliver Suchocki, Leiter HR Management Consulting bei EY Österreich. Eine flexiblere Arbeitsweise und das damit verbundene remote Arbeiten führt außerdem zu höheren Anforderungen an die technologischen Rahmenbedingungen, sowohl vor Ort als auch im Homeoffice: 64 Prozent der Befragten wünschen sich bessere Technologien im Büro, fast die Hälfte (48%) wünscht sich, dass der Arbeitgeber die Hardware im Homeoffice aufrüstet und fast der gleiche Anteil (47%) wünscht eine Erstattung der Kosten für Hochgeschwindigkeits-Internet.
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