Studie : Expertise heimischer Beratungsbetrie...
 
Studie

Expertise heimischer Beratungsbetriebe ist gefragt

Caro Strasnik
UBIT-Fachverbandsobmann Alfred Harl
UBIT-Fachverbandsobmann Alfred Harl

Das belegt die Studie der KMU Forschung Austria, die aus Mitteln der Internationalisierungsoffensive go-international, einer Initiative des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaft und der WKÖ, finanziert wurde.

Die österreichischen BeraterInnen haben im letzten Jahr weltweit einen Exportumsatz von 1,31 Milliarden Euro generiert. 2020 erzielten gut 60 Prozent der 319 befragten Beratungsbetriebe ihren Umsatz im Ausland, gut ein Fünftel (19%) generiert mehr als 75 Prozent des Umsatzes durch Exporte. Durchschnittlich liegt der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz in der Unternehmensberatung bei etwa 30 Prozent. "Das belegt, wie begehrt das Fachwissen und die Expertise unserer Unternehmensberaterinnen und -berater ist und wie gut der Ruf ist, den sie international genießen", sagt Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich.

Von den Unternehmen, die Umsätze im Ausland erwirtschaften, exportieren 72 Prozent nach Deutschland, gefolgt von der Schweiz (23%), der Slowakei (8%) und Tschechien (6%). Etwas mehr als die Hälfte (55%) aller Auslandumsätze entfallen auf Deutschland. Außerdem exportieren 40 Prozent der Befragten ihre Dienstleistungen auch in außereuropäische Länder. Mehr als die Hälfte (55%) der Befragten Exporteure gibt an, ihr Auslandsgeschäft sei zwischen 2014 und 2019 gewachsen.

Die Pandemie habe auch die Aktivitäten der heimischen Unternehmensberater im In- und Ausland beeinträchtigt. So geben 54 Prozent der Befragten an, die Corona-Krise hätte negative Auswirkungen auf ihre Inlandsaktivitäten, 58 Prozent sagen, ihre Auslandsaktivitäten wären beeinträchtigt worden. 55 Prozent geben an, ihr Geschäftsmodell auf Online umgestellt zu haben. Die Auslandsaktivitäten wären vor allem durch die Reisebeschränkungen zurückgegangen, geben 81 Prozent der Befragten an. 51 Prozent meinen, das Fehlen persönlicher Kontakte erschwerte die Arbeit im Ausland. "Die Coronavirus-Krise hat natürlich auch nicht vor unserer Branche Halt gemacht. Doch wir sind mehr als zuversichtlich, dass die Zeit nach Corona eine des Aufschwungs sein wird", schließt Alfred Harl ab.
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