Streit um Flüchtlingsfoto: Strache entschuldi...
 

Streit um Flüchtlingsfoto: Strache entschuldigt sich und spendet

Flickr/Franz Johann Morgenbesser
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache warf dem "Kurier"-Fotografen Jürg Christandl Manipulation eines Fotos während eines FPÖ-Protestes vor.
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache warf dem "Kurier"-Fotografen Jürg Christandl Manipulation eines Fotos während eines FPÖ-Protestes vor.

Der FPÖ-Chef entschuldigt sich beim "Kurier"-Fotografen und spendet 9.000 Euro an die Flüchtlingshilfe des Roten Kreuzes.

Knapp ein Jahr hat die juristische Auseinandersetzung zwischen dem FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und dem "Kurier"-Fotografen Jürg Christandl gedauert. Nach einer öffentlichen Entschuldigung und einer Spende in der Höhe von 9.000 Euro an die Flüchtlingshilfe des Roten Kreuzes ist die Sache nun vom Tisch. Das berichtet "Der Standard" in seiner Online-Ausgabe.

Der Anlass für den Streit: Heinz-Christian Strache hatte vor knapp einem Jahr behauptet, dass ein Foto von Jürg Christandl während eines FPÖ-Protestes gestellt gewesen sei und warf ihm damit Manipulation vor. Auch FPÖ-Wien-Chef Johann Gudenus unterstellte ihm selbiges. Das Foto stammt vom FPÖ-Protest vor dem Asylquartier in Wien-Landstraße. Zu sehen sind ein Flüchtlingskind und zwei erwachsene Flüchtlinge vor FPÖ-Anhängern, die Schilder mit der Aufschrift "Nein zum Asylantenheim" hochhalten. 

Johann Gudenus entschuldigte sich bereits im Dezember öffentlich und musste 2.500 Euro an die Flüchtlingshilfe des Roten Kreuzes zahlen. Nun entschuldigte sich auch Heinz-Christian Strache über Facebook und spendet der Flüchtlingshilfe des Roten Kreuzes 9.000 Euro. Dem Bericht des "Standard" zufolge habe Christandl selbst kein Geld genommen, weil es ihm wichtig gewesen sei, dass dieses den Flüchtlingen zugutekomme. Da die FPÖ nun seine Forderungen erfüllt habe, habe man sich außergerichtlich einigen können und die Sache sei damit erledigt. Für die Prozesskosten müssten Heinz-Christian Strache und die FPÖ aufkommen.

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