Streit Dichand-WAZ eskaliert
 

Streit Dichand-WAZ eskaliert

Im Streit zwischen Hand Dichand und der WAZ fordert nun WAZ-Chef Erich Schuman den Rücktritt von Altmeister Dichand.

Der Streit zwischen den beiden Eigentümern der "Kronen Zeitung", der deutschen WAZ-Gruppe und Hans Dichand, eskaliert und wird vielfach bereits zum "Krieg" ausgerufen. WAZ-Chef Erich Schumann forderte in einem Interview mit dem ORF die Absetzung von "Krone"-Gründer und Hälfteeigner Hans Dichand als Geschäftsführer und Herausgeber der Zeitung. Dichands Zeit sei "abgelaufen", so Schumann. Die "Kronen Zeitung" sei schlecht geführt und sie gehöre mittlerweile zu den am schlechtest verdienenden Zeitungen innerhalb des WAZ-Konzerns, kritisiert Schumann.



Hans Dichand wiederum meint, es gebe um die Einsetzung seines Sohnes Dr. Christoph Dichand als Chefredakteur der "Kronen Zeitung" keinen Konflikt zwischen ihm und der WAZ, sondern lediglich zwischen ihm, Hans Dichand, und Schumann. Er wolle die "Kronen Zeitung" vom publizistischen Einfluss der WAZ fern- und sie so als österreichische Zeitung erhalten, kontert Dichand. Ihm stehe das – vertraglich abgesicherte - Recht zu, seinen Sohn Christoph als seinen Nachfolger an die Spitze der "Krone"-Redaktion zu setzen, meint der Zeitungszar.



Hans Dichand sei derzeit finanziell nicht in der Lage, die WAZ-Anteile an der "Kronen Zeitung" zu übernehmen, reagiert Schumann auf ein entsprechendes Ansinnen des "Krone"-Gründers, die bei der WAZ liegenden Anteile "sofort" zurückzukaufen. Zudem wolle die WAZ ihre Anteile nicht abgeben. Im Gegenteil, Schumann könnte sich durchaus vorstellen, die Dichand-Hälfte an der österreichischen Tageszeitung zu übernehmen.

(as)

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