Strafzahlung für "Krone" an "Österreich"
 

Strafzahlung für "Krone" an "Österreich"

UPDATE: "Krone": Nur 5.000 Euro wegen falscher Behauptungen zu zahlen - Zahlung in der Höhe von 500.000 Euro abgestritten

Die "Kronen Zeitung" muss an Wolfgang Fellners "Österreich" aufgrund falscher Behauptungen eine Geldstrafe zahlen. Wie hoch diese ist, darüber gingen am Montag die Meinungen auseinander. Laut APA sollten es 500.000 Euro sein, die "Kronen Zeitung" wiederum hielt in einer Aussendung fest, man habe lediglich 5.000 Euro zu berappen. Quelle der Story war eine vom Oberlandesgericht Wien angeordnete Veröffentlichung in der Samstag-Ausgabe der Zeitung.

"Tatsache ist jedoch, dass die Kronen Zeitung in dem Verfahren lediglich 5.000,- Euro zahlen musste", schreibt die Chefredaktion der "Krone" in einer Aussendung vom Montagnachmittag. Sie kündigte ihrerseits Gerichtsverfahren an.

In dem Rechtsstreit zwischen "Krone" und "Österreich" ging es um die Behauptung des Dichand-Blatts, gleich mehrere Banken hätten Fellner "Dutzende Millionen Euro an Krediten" zur Verfügung gestellt. "Kredite, die aus heutiger Sicht kaum zurückbezahlt werden können", wie es hieß. Dies wertete das Oberlandesgericht als falsche Behauptungen und verurteilte die "Krone" zu Strafzahlungen. Auch die Aussage, die Tageszeitung "Österreich" würde "schwächeln" und es sei nur mehr eine Frage der Zeit, bis die Banken "Österreich" neue Kredite nachschießen müssten, ist demnach zu unterlassen.

Das Urteil des Handelsgerichts Wien, gegen das die "Krone" berufen hatte, erging laut Veröffentlichung am 22. September 2011. Der Gesamtstreitwert belief sich in dem Fall auf 650.000 Euro. Der beklagte Artikel stammt vom 18. März 2007.
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