Strache bietet Wolf Entschuldigung an
 

Strache bietet Wolf Entschuldigung an

ORF/Thomas Ramstorfer
Strache wollte laut eigenen Angaben "keine persönlichen Vorwürfe gegen Dr. Armin Wolf erheben".
Strache wollte laut eigenen Angaben "keine persönlichen Vorwürfe gegen Dr. Armin Wolf erheben".

Im Konflikt zwischen ORF-Moderator Armin Wolf und FPÖ-Obmann Heinz Christian Strache bietet der nun einen Vergleich statt eines Prozesses um üble Nachrede an. Per Anwaltsbrief formuliert Strache eine mögliche Entschuldigung.

Strache gab am Wochenende per Aussendung bekannt, dass seine Anwälte Wolfs Anwälten ein Vergleichsangebot gemacht hätten. Darin bietet Strache an, auf Facebook zu veröffentlichen, dass er "vor einigen Tagen eine Veröffentlichung vorgefunden und geteilt" habe, "in der von ‚Lügen‘ und ‚Fake-News‘ die Rede war und die Dr. Armin Wolf zeigte". Er, Strache, halte "hiermit fest, dass ich damit keine persönlichen Vorwürfe gegen Dr. Armin Wolf erheben wollte. Dies wurde in der Öffentlichkeit aber so verstanden, wofür ich mich entschuldige.“

In der Aussendung wird Strache außerdem mit den Worten zitiert: "Diese Darstellung war ein Fehler. Ich möchte mich bei Armin Wolf dafür entschuldigen." Wolf, der nach der Aussendung mehrere Social-Media-Postings absetzte - darunter auch die jüngste FPÖ-Kritik an einem "Zeit im Bild"-Bericht darüber, dass die ehemaligen ÖVP-Spitzenpolitiker Reinhold Mitterlehner und Erwin Pröll das "Don't Smoke"-Volksbegehren unterstützen - reagierte darauf vorerst nicht öffentlich. Zuletzt hatte Wolf in seinem jüngst begonnenen Blog gemeint, er werde bei der Klage bleiben.

Zuletzt war Strache vom Landesgericht für Strafsachen aufgetragen worden, auf Facebook zu veröffentlichen, dass in der Causa ein Verfahren anhängig ist. (HORIZONT berichtete) Dem Auftrag zur Mitteilung kam Strache per Posting, das den Auftrag per Screenshot wiedergab, am Samtag um 1.59 Uhr morgens nach, was wiederum Wolf auf Twitter zum Kommentar verlanlasste: "Early bird."

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