Stiftungsrat bestätigt geplante ORF-Reform
 

Stiftungsrat bestätigt geplante ORF-Reform

27 Zustimmungen und acht Enthaltungen für ORF-Senderschema, das am 10. April on air geht.

Das neue Programmschema des ORF die laut Generaldirektor Alexander Wrabetz „größte Reform in der Geschichte des ORF“ ist am Donnerstag mit breiter Mehrheit vom Stiftungsrat abgesegnet worden.27 Zustimmungen und acht Enthaltungen gab es laut Stiftungsratsvorsitzendem Klaus Pekarek für das ORF-Senderschema. Ab 10. April der Zeitzone zwischen 19.00 und 20.15 Uhr sollen die eigenproduzierte Soap (opera) "Mitten im Achten" und die neue ORF-1-Infoschiene die Marktanteile um sechs Prozent erhöhen und zwar von 55 auf 57 Prozent (12 +), in der werberelevanten Zielgruppe (12 bis 49 Jahre) von 42 auf 49 Prozent. Das bestätigte Sendeschema sieht die Stärkung des Vorabends, den Ausbau der Information und der Eigenproduktionen sowie die Platzierung inhaltlich anspruchsvoller Formate, (Stichwort „Public Value“: „Menschen und Mächte“ am Donnerstag oder europäische Filme jeweils Freitags) auf attraktiveren Sendeplätzen wie den 2. Hauptabend. Gravierendster Einschnitt der Reform dürfte das Ende der Durchschaltung der "Zeit im Bild 1" sein. Wrabetz’ Ziel: Marktführerschaft festigen und den ORF-1-Vorabend zielgruppenadequater zu gestalten. Dass die gesamte Reform, laut Generaldirektor Alexander Wrabetz, 10 Millionen Euro kosten würde, bezweifelte der Austria Presse Agentur zufolge etwa die ÖVP-nahe Stiftungsrätin Helga Rabl Stadler, die von mindestens 15 Millionen Euro spricht.

(cc)

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