Statt Kirch Murdoch und Berlusconi
 

Statt Kirch Murdoch und Berlusconi

Ein Konkurs der Kirch-Gruppe scheint noch immer nicht vom Tisch, dafür stehen Rupert Murdoch und Silvio Berlusconi an der Pforte in den deutschen TV-Markt.

Der Kirch-Gruppe droht nach deutschen Medienberichten noch immer die Insolvenz. Der Konzern soll kurzfristig 200 Millionen Euro benötigen, um laufende Rechnungen zu bezahlen. Doch potentielle Investoren und Gläubiger sind sich nicht einig darüber, wer diese Summe aufbringen soll. "Im Augenblick ist ein Bankrott von Kirch wahrscheinlicher als eine sofortige Übernahme durch uns", zitiert die "Financial Times Deutschland" den Vertreter einer Investorengruppe.



Unklar ist derzeit, ob und wenn ja, unter welchen Bedingungen der australischen Medien-Mogul Rupert Murdoch und der Mediengigant und amtierende Ministerpräsident Italiens Silvio Berlusconi den Kirch-Konzern übernehmen wollen.



Klar scheint hingegen, dass es zu einer Aufteilung von Kirch-Media, dem Kern-Unternehmen des angeschlagenen Konzerns, kommen werde. Ein Drittel der Anteile soll an die Gläubigerbanken gehen, der Rest unter den Investorengruppe aufgeteilt werden. Nach verschiedenen Medienberichten soll Leo Kirch bereit sein, die Kontrolle über Kirch-Media abzugeben. Als Gegenleistung für seinen Ausstieg verlange Kirch die Erlöse aus dem Verkauf der deutschsprachigen Fernsehrechte für die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland.



Nach offiziellen Angaben des Kirch-Konzerns ist die Unternehmensgruppe mit 6,5 Milliarden Euro verschuldet.

(as)

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