"Standard" will "Österreich" klagen
 

"Standard" will "Österreich" klagen

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"DerStandard"-Geschäftsführer Wolfgang Bergmann:"Wehren uns gegen Kreditschädigung."(c)W. Cremer
"DerStandard"-Geschäftsführer Wolfgang Bergmann:"Wehren uns gegen Kreditschädigung."(c)W. Cremer

Bericht der Fellner-Zeitung über Erste Bank-Anteile am "Standard" sei ‚kreditschädigend’.

Im Wirtschaftsteil „Money.at“ ihrer Ausgabe vom vergangenen Freitag (16. April) macht die Tageszeitung „Österreich“ mit folgender Schlagzeile auf: ‚Standard verpfändet Anteile an Erste Bank’. Das Fellner-Blatt zitiert dabei nach eigenen Angaben aus der Firmen-Bilanz der Bronner Online AG wonach Oscar Bronner den 49-Prozent-Anteil am "Standard", den die „Süddeutsche Zeitung“ bis 2008 besessen hat, um 35 Millionen Euro zurückgekauft habe – finanziert mit einem Kredit der Erste Bank in der Höhe von 20 Millionen Euro: „Zur Sicherstellung dieser Kreditzusage wurde der Geschäftsanteil an der Standard Verlagsgesellschaft zugunsten der Erste Bank verpfändet“, heißt es in dem Artikel. Diesem zufolge sei der "Standard" weiters nicht zuletzt aufgrund von Anzeigeneinbußen im Vorjahr „nach mehreren Jahren mit positivem Ergebnis wieder in die roten Zahlen gerutscht“.

Gegenüber HORIZONT Online erklärt "Standard"-Geschäftsführer Wolfgang Bergmann, dass der „Standard“ gegen diese „Kreditschädigung“ rechtliche Schritte einleiten werde: „Das ist eine ganz normale Transaktion und es gibt überhaupt keine Anzeichen dafür, dass wir Kredite nicht bedienen könnten, worauf diese Berichterstattung aber offensichtlich abzielt. Die darin enthaltene Kreditschädigung werden wir bekämpfen.“ Dass der "Standard" in die roten Zahlen gerutscht sei, nennt Bergmann „frei erfunden“; ebenso wenig den Tatsachen entspräche der „falsch wieder gegebene Kaufpreis“. Die Anzeigenrückgänge sind laut Bergmann zwar „wie bei anderen Medien auch dramatisch ausgefallen“, der „Standard“ gehöre aber zu jenen, die es geschafft hätten „trotzdem deutlich in den schwarzen Zahlen zu bleiben“, betont er.

Zu den Details der Kreditaufnahme und –sicherung werde man keine Stellung nehmen – nur soviel: „Es ist völlig üblich im Wirtschaftsleben, dass größere Transaktionen mit Krediten unterlegt werden." Übrigens berichtete "DerStandard" erst kürzlich (14. April) über Wolfgang Fellners Investorensuche im Kontext von "Money.at". Mehr dazu lesen Sie im kommenden HORIZONT 16, der am 23. April erscheint.
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