"Standard"-Medienhäuser Ranking
 

"Standard"-Medienhäuser Ranking

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Erstmals RMA eigens ausgewiesen

Seit 2008 listet "Der Standard"-Medienredakteur Harald Fidler im Rahmen einer Umfragerunde die Konzernumsätze, Beschäftigtenzahl und aktuellen Beteiligungsverhältnisse von Österreichs Medienhäusern auf. Eine umfassende Standortbestimmung der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung der Big Player am österreichischen Medienmarkt - gelegentlich als Eigenangabe der Unternehmen, selten auf Basis Firmenbuch, oftmals als Schätzung. Allerdings, Stichwort Schätzung - Fidlers Kompetenz bürgt wohl dafür, dass die Zahlen maximale Realitätsnähe haben.

19 Medienunternehmen (eines mehr) und fünf Vermarkter/Aussenwerber reiht Fidler nach Konzernumsatz in der Printausgabe des "Standard" am Samstag, den 1. Juni 2013 (parallel auch online) - und in der nunmehr sechsten Auflage des Rankings hat die Grafik für die exakt auf eine DIN-A3-Seite ausgelegte Listung ein paar Farbtupfer zur Orientierung gesetzt.

Einen Neuzugang begrüßt die Medienhäuser-Riege mit der Einzelausweisung der RMA Regionalmedien Austria, dem Joint-Venture von Styria und Moser Holding im Gratiswochenzeitungsbereich. Die RMA meldet für 2012 einen Umsatz von 108,7 Millionen Euro (bei 641 Mitarbeitern, die 128 Titel betreuen). Damit positioniert sich der Neueinsteiger auf Rang elf unter den 19 Medienunternehmen.

In der Rangfolge selbst hat sich 2012 im Vergleich zu 2011 unter den top drei nichts geändert - ORF vor Mediaprint und Styria Media Group. Aber: Nur der öffentlich-rechtliche ORF (Geschäftsbericht) verzeichnet eine Umsatzsteigerung im Jahresvergleich - Mediaprint (Firmenbuch) und Styria (Schätzung) sind mit geringeren Umsätzen und Gewinnen gelistet. Der Viertplatzierte Moser Holding meldet ein Umsatz- und Gewinn-Plus. Unverändert auf Rang fünf schätzt Fidler das Red Bull Media House mit "rund 200 Millionen Euro" "Aufwand" ein.

Neu von Rang neun auf nunmehr sechs reiht Fidler nach Eigenangabe Sky Österreich mit einem fast 20-prozentigen Umsatzplus. Bis auf einen Platztausch - die Mediengruppe Österreich überholt nach Umsatz die Wimmer Holding (OÖ Nachrichten) - ist die Reihung nach Umsätzen 2012 unverändert.

Aber: Mit geringeren Umsätzen im Jahresvergleich sind die Verlagsgruppe News (Rang 7), Russ Media (8), Wimmer Holding (13), Salzburger Nachrichten Gruppe (14) und das Echo Medienhaus (19) gereiht; mit gestiegenem Umsatz das NÖ Pressehaus (Rang 9), ProSiebenSat.1 Puls4 (Rang 10), Neueinsteiger RMA auf Rang 11, die Mediengruppe Österreich (12), und die APA (15). Gleichbleibend meldet die Standard-Gruppe (16) beziehungsweise schätzt Fidler Heute (17) und ATV (18)ein.

Bei den fünf gelisteten "Media-Infrastruktur, Vermarkter, Außenwerbung"-Dienstleistern schätzt Fidler für RTL/Sky-Vermarkter IP-Österreich ein Umsatzplus, ergibt das Firmenbuch für Kabelgigant UPC ein Plus, schätzt Fidler für Infrastrukturdienstleister ORS (Österreichische Rundfunksender GmbH) und Außenwerbe-Riesen Gewista ein Umsatzplus - für die Nummer zwei im OOH-Markt Epamedia ein kräftiges Umsatzminus.
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