Stagnation im deutschen Werbemarkt
 

Stagnation im deutschen Werbemarkt

Laut Nielsen sind die Bruttowerbeaufwendungen im 1. Halbjarh 2008 um magere 0,9 Prozent gestiegen.

Konsumstau in Deutschland. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres präsentierten sich die werblichen Aktivitäten deutscher Unternehmen recht verhalten. Laut Nielsen Media Research nahmen die Brutto-Werbeaufwendungen in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr nur um magere 0,9 Prozent zu. Nimmt man die neu erfassten Werbeträger heraus, bleibt sogar nur noch ein Wachstum von 0,1 Prozent - auch Stagnation genannt.
Ludger Wibbelt, Geschäftsführer Nielsen Media Research dazu: "Die ersten sechs Monate des Jahres sind sehr durch allgemeine wirtschaftliche Themen geprägt. Steigende Energie- udn Verbraucherpreise verunsichern die Konsumten und stellen neben der Kriese auf dem Finanzmarkt auch für die gesamte Wirtschaft eine Herausforderung dar - auch auf die Werbewirtschaft, die sich in Zeiten der Unsicherheit zuückhaltender verhält". Eine Prognose für dieses Jahr sei deshalb so schwer wie noch nie, ein leichtes Plus für das gesamte Jahr jedoch realistisch.

Die deutlichste Reduzierung nahm im ersten Halbjahr die PKW-Branche vor , gefolgt von der Eigenwerbung der Publikumszeitschriften. Großzügig hingegen zeigten sich in diesem Zeitraum die Anbieter von Festnetz-Telefonie. Das werbeintensivste Unternehmen der Branche war die Deutsche Telekom mit einem Bruttowerbevolumen von 61 Millionen Euro.

Die Bruttowerbeumsätze verteilten sich auf die einzelnen Mediengattungen wie folgt: TV verzeichnete ein Plus von 3,2 Prozent, Tageszeitungen legten um 0,6 Prozent zu, Publikumszeitschriften mussten ein Minus von 1,6 Prozent verkraften, Fachzeitschriften minus 2,1 Prozent, Radio minus 3 Prozent, Plakat wiederum wies ein Plus von 0,5 Prozent aus und Kino ein Plus von 2 Prozent.

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