Springer überlegt Einstieg in den Gratismarkt
 

Springer überlegt Einstieg in den Gratismarkt

Der Axel Springer Verlag überlegt den Einstieg in den Markt der Gratiszeitungen.

Im Axel Springer Verlag laufen die Vorbereitungen, um in fünf deutschen Großstädten eigene Gratiszeitungen auf den Markt zu bringen, berichtet die Berliner Zeitung. Ab dem 13. März 2001 soll es in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München eigene Gratisblätter aus dem Hamburger Großverlag geben. Bisher hatte der Springer Verlag als dezidierter Gegner von Gratiszeitungen gegolten. Als Gegenstrategie zu den vom norwegische Schibstedt-Konzern geplanten Gratiszeitungen unter dem Titel "20 Minuten" soll der Springer Verlag jedoch bis zu 100 Millionen D-Mark (700 Millionen Schilling) in seine Gratiszeitungen investieren, berichtet kress online. Chefredakteur der Springer-Gratispresse soll der frühere "Max"-Chef Jan-Eric Peters sein. Der Springer Verlag gibt in Köln bereits das Gratisblatt "Köln extra" heraus, das nun auch als Keimzelle für die weiteren Gratisgazetten dienen soll. Köln dient seit 1999 auch für den Schibstedt-Verlag als Testmarkt für Deutschland.



Angeblich habe es jedoch auch Gespräche zwischen Springer- und Schibsted-Vertretern über eine mögliche Kooperation gegeben, berichtet die Berliner Zeitung weiter. Der norwegische Zeitungskonzern will seine Gratisblätter ebenfalls noch in diesem Jahr in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München verteilen. (as)

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