Springer treibt Ausbau in den USA voran
 

Springer treibt Ausbau in den USA voran

APA (dpa)
Medienkonzern investiert in Business Insider, Upday und Bonial
Medienkonzern investiert in Business Insider, Upday und Bonial

Das deutsche Medienhaus Axel Springer setzt verstärkt auf den englischsprachigen Markt und möchte Geld in das Wirtschaftsnachrichtenportal Business Insider, die Nachrichtenplattform Upday und die Verbraucherplattform Bonial investieren.

"Wir werden mit unseren Wachstumsaktivitäten in den USA den USA-Anteil steigern und damit auch insgesamt unseren Anteil im englischsprachigen Markt ausbauen", kündigte Finanzchef Julian Deutz am Donnerstag an.

Dessen Anteil am Konzernumsatz liegt derzeit bei rund 15 Prozent und am Ergebnis bei knapp 10 Prozent. Dabei spielt vor allem das Geschäft in Großbritannien eine große Rolle.

Nach größeren Zukäufen wollen die Berliner im laufenden Jahr vor allem Geld in das Wirtschafts- und Finanznachrichtenportal Business Insider, die Nachrichtenplattform Upday und die Verbraucherplattform Bonial stecken. Insgesamt seien es 40 Mio. Euro, davon zwei Drittel für Business Insider und Upday, sagte Konzernchef Mathias Döpfner.

Für 2017 seien hier geringere Ausgaben geplant. "Da gehen wir dann davon aus, dass sich diese Investitionen auch auszahlen". Denn bisher drückten die Anschubfinanzierungen auf den Gewinn der Sparte Bezahlangebote, erklärte Döpfner. Hier sank das Betriebsergebnis (Ebitda) von Jänner bis September binnen Jahresfrist um rund zwölf Prozent. Während die nationalen Angebote, zu denen auch die Zeitungen "Bild" und "Welt" gehören, zulegten, gab es bei den internationalen Bezahlangeboten ein Minus von gut 70 Prozent.
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