Spiele verstehen
 

Spiele verstehen

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Andreas Wochenalt und Johannes Domsich wollen, dass wir mehr spielen.
Andreas Wochenalt und Johannes Domsich wollen, dass wir mehr spielen.

Andreas Wochenalt und Prof. FH Priv. Dr. Johannes Domsich beleuchten auf den Medientagen das Massenmedium Spiel.

Der dritte und letzte Tag der Medientage 2008 steht ganz im Zeichen von Spiel und Mobil. Zum Auftakt erläutern Andreas Wochenalt von Fastbridge in Zusammenspiel mit Prof. Domsich die Faszination Spiel und die Möglichkeit, das Medium in Unternehmenskommunikation und damit Werbung zu integrieren. In erster Linie geht es laut Domsich "nicht um die Technologie, die dahinter steht, sondern um ein generelles Verständnis des Mediums." Denn unsere Welt verändert sich, und so auch die Mediennutzung. In einem Jahr wird heutzutage ungefähr ein Exabite an Informationen generiert, das entspricht dem Content-Output der letzten 5000 Jahre. Und dass Kunden heute viel Ich-bestimmter Medien konsumieren ist schon lange kein Geheimnis mehr. Es ist daher immer wichtiger für Werbetreibende und Media-Planer, zu fragen: "Wer ist mein Kunde, wo hält er sich auf und wie ist sein Medien-Konsum Verhalten". Spielen ist eine Metapher menschlichen Zusammenlebens, es besteht auf allen zwischenmenschlichen Levels ein Zusammenspiel, ob privat oder geschäftlich. „Auch klassische Medien setzen das bereits um, Stichwort: Involvement durch spielerische Elemente“, erläutert Wochenalt diese Theorie. Denn Spielen synchronisiert menschliche Handlungsmuster und spiegelt eine Form der Realität wieder. Angefangen bei Portalen wie Myspace oder Facebook, die wir spielerisch nutzen, um uns selbst darzustellen, weiter zu Ego Shooters und Race Spielen, bei denen wir Dinge ausprobieren können, die wir nicht ausleben können. Die heutige Jungend spielt, liest weniger Zeitung, schaut weniger fern – in wenigen Jahren ist sie in den Marketing Etagen zu finden und fällt Entscheidungen. Das digitale Ich wird weiterhin an Relevanz gewinnen, Content von Usern generiert. Cross-Media verlangt Kreativität und funktionierende, auf Dialog und Involvement basierende Werbung braucht den Bruch mit alten Regeln. Lasst uns Spielen!  
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